Dieses Blog durchsuchen

Sonntag, 21. April 2019

Evil Dead Review

Evil Dead

Story:

Einige Jugendliche durchführen einen Drogenentzug einer Kollegin und Schwester in einer einsamen Waldhütte. Im Keller wird ein Buch gefunden, welches den Geist eines bösen Dämons erweckt den Mia (welche den Entzug macht) befällt und verändert. Die Gruppe denkt zuerst an Entzugserscheinungen, doch die Wahrheit ist weitaus schlimmer und ein Gemetzel ist die Folge...

Meine Meinung:

Das Remake von The Evil Dead hat mir bei seiner Veröffentlichung gut gefallen was aktuell nicht mehr der Fall ist. Ich habe mir den Film, inzwischen kam ja erst vor kurzem die richtige Uncut-Fassung auf den Markt, nochmals angesehen und trotz mehr Gewalt und der Tatsache, dass es sich beim Film um eine echte Schlachtplatte mit sensationellen Effekten handelt, liess mich das Gezeigte nun ziemlich kalt.

Die Euphorie, welche ich bei der Erstsichtung hatte (vor allem wegen den Effekten), stelle sich nicht mehr ein. Auch die Rahmenhandlung (Entzug) und die Figuren haben mich nicht mehr überzeugt. Die Story schreitet schneller voran als im Original, was weniger Spannung erzeugt. Die Klischees (Drogenvergangenheit, Probleme in der Familie) sind billig und austauschbar. Die Figuren sind nicht sympathisch. Es war mir schlicht gleichgültig, was mit ihnen passiert.

Positiv waren die Effekte. Diese sind grossartig und es gibt viele sehenswerte und handgemachte (Mehrheit) Verwandlungs- und Splattereffekte zu sehen. In dieser Hinsicht überzeugt und enttäuscht der Film nicht. Splatterfans werden bestens bedient. Dazu kommen vereinzelt paar stimmungsvolle Bilder (Hütte, Keller, tote Tiere, Regen, Musik teilweise ans Original erinnernd).

Im Grossen und Ganzen ist es aber zu wenig, um zu überzeugen und/oder um die Qualität des Originals zu erreichen oder zu übertreffen. Das Original hat deutlich mehr Charme, ist stimmungsvoller und spannender, weil es gekonnt mit den Erwartungen der Zuschauer spielt und Effekte und härtere Horrorparts länger auf sich warten lassen.

Fazit: Das Remake ist daher nur bedingt zu empfehlen!

Infos:

O: Evil Dead

USA 2013

R: Fede Alvarez

D: Jane Levy, Shiloh Fernandez, Lou Taylor Pucci, Jessica Lucas, Elizabeth Blackmore

Laufzeit der dänischen Blu-Ray: 96:22 Min.

Gesehen am: Juli 2013 / Review überarbeitet am: 01.03.19

Fassungen: Für die neuste Sichtung lag mir die Blu-Ray aus Dänemark vor = Extended Cut mit mehr Gewalt als die Kinofassung, Bild- und Tonqualität sind erstklassig, Deutsch/Englisch mit u.a. englischen Subs. Wurde in der Zwischenzeit auch in Deutschland als Unrated Fassung durch Nameless Media veröffentlicht.

Women on the Run Review

Women on the Run

Story:

Polizistin Hung (Farini Cheung Yui-Ling) wird zusammen mit einer drogenabhängigen Gefangenen (Tamara Guo) auf eine Mission geschickt um von ihrem Freund und Boss (David Lai Dai-Wai) betrogen zu werden (als «Drogen-Dealer») – nun sind beide Mädels auf der Flucht vor Polizei (u.a. Corey Yuen) und Gangster (u.a. Kim Won-Jin)…

Meine Meinung:

Women on the Run ist ein Film, der mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Ich dachte immer, es handle sich um einen HK Film, der um das Jahr 2000 entstanden ist – dabei stimmt das gar nicht. Der Film ist von 1993 wo das HK-Actionkino so richtig rockte und ein Kracher* nach dem anderen auf die Leinwand gezaubert wurde.

*HK Filme von 1993: All Men Are Brothers: Blood of the Leopard, Angel Terminators 2, The Assassin, The Bare-Footed Kid, The Bride with White Hair, Butterfly and Sword, Crime Story, Can't Stop My Crazy Love For You, A Day Without Policeman, Fight Back to School III, Fong Sai-yuk 1 + 2, Green Snake, Hero – Beyond the Boundary of Time, The Heroic Trio, Last Hero in China, The Mad Monk, The Magic Crane, Run and Kill, Raped by an Angel, The Untold Story

In dieser Hinsicht darf Women on the Run, ein Category III Titel, jedem HK-Filmfan der damaligen Zeit empfohlen werden! Die Regie teilten sich Corey Yuen (The Bodyguard From Beijing, Heroes of Shaolin, In The Blood) und David Lai, welche beide auch im Film in (Neben)Rollen zu sehen sind. Beide haben den Film auch produziert und für die rasanten und knackigen Action-Szenen zeichnete sich Yuen Tak verantwortlich.

Die Actionszenen rocken – nebst paar wenigen Shoot-Outs, Stunts (Bambusgerüst) und Explosionen (Auto-Crash) sind es vor allem rasante Kampfszenen, welche den Zuschauer erfreuen. Der Film ist ein Mix aus Action, Buddy-Film und Erotik/Sex/Schmuddel/Sleaze. Es gibt nackte Haut und mind. zwei Szenen, in welchen nackt gekämpft wird (somit wird der Film in die Liste nebst Escape from Brothel und Ninja - The Final Duel aufgenommen, die beide auch solche Szenen bieten).

Die Inhalte sind, vor allem für heutige Verhältnisse, schmuddelig, sexistisch (die zwei weiblichen Cops sind praktisch immer sexy gekleidet, setzten ihre weiblichen Reize bewusst ein), politisch unkorrekt (Ausländer welche die zwei Cops vergewaltigen, der kleine Hund, der grundlos von dieser Gruppe Männer attackiert und getreten wird) und spielen im Drogen-Setting und auch das Festland China Klischee kommt zum Tragen. Mit anderen Worten: höllisch amüsant und herrlich abwechslungsreich und unterhaltsam!

Die zwei Darstellerinnen, die mir unbekannt sind (Farini Cheung und Tamara Guo) machen in den Action- wie auch den Sex/Nackt-Szenen eine gute Figur. Allerdings wurden die Actionszenen auch vielversprechend gefilmt und choreographiert. Stark ist auch das Wiedersehen mit dem koreanischen Kicker Kim Won-Jin, dessen Rolle in Operation Scorpio unvergessen bleibt. Auch hier darf er Kicken und einen Bösewicht spielen – Fans von ihm können sich also freuen auch wenn seine Rolle in Operation Scorpio unerreicht bleibt! Schade, dass er nur in wenigen Filmen mitwirkte!

Fazit: Wer sich vom Schmuddel und Sleaze nicht abschrecken lässt, sollte sich diesen CAT. III Actionfilm nicht entgehen lassen! Es lohnt sich!

Infos:

O: Chi luo kuang ben

HK 1993

R: Corey Yuen, David Lai

D: Farini Cheung Yui-Ling, Tamara Guo, David Lai Dai-Wai, Corey Yuen, Kim Won-Jin

Laufzeit der HK DVD: 88:32 Min.

Gesehen am:28.02.19

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus Hong Kong von Mega Star vor (im Sommer 2018 billig von einem Ital. Verkäufer gekauft für 2-3 Euro) = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Eine deutsche Fassung sowie eine Blu-Ray gibt es bis dato nicht (Stand: Feb. 2019).

The Iron Man Review

The Iron Man

Story:

China während der japanischen Besetzung: Chin (Jimmy Wang Yu) muss mitansehen, wie seine Eltern durch Japaner getötet werden. Ihm wird «nur» eine Hand abgehackt. Viele Jahre später: Chin ist zurück und nimmt es sich zum Ziel, sich an den japanischen Killern für seine abgehackte Hand und den Tod seiner Eltern zu rächen…

Meine Meinung:

The Iron Man ist ein solider, aber auch unspektakulärer Jimmy Wang Yu 70er Jahre Taiwan Eastern. Die Story ist absolut nichts Neues: japanische Besetzer, Japaner als Bösewichte, Jimmy Wang Yu wird durch Verletzung eingeschränkt (kennt man von ihm: in The One-Armed Swordsman verlor er einen Arm, in Die Todeskarawane der Shaolin erblindet er etc.), Rachegeschichte. Hat man alles schon gesehen – und zum Teil fetziger und actionreicher.

Jimmy Wang Yu verliert hier, als Kind, seine Hand. Dies wird grafisch gezeigt, wie sie ihm durch die bösen Japaner abgehackt wird. Schnell wechselt der Film in die Zukunft und aus dem Jungen ist nun ein junger, unbesiegbarer Mann geworden, der es mit den Japanern und den Mörder seiner Eltern aufnimmt.

Jimmy Wang Yu macht dabei eine coole Figur. Er hat zu genüge solche Rollen gespielt. Cool war auch die Gamble-Szene. Etwas schade ist, dass er in der Tat nahezu unbesiegbar scheint. Hier muss er, ausser am Anfang als Rolle des Kindes, kein Leid ertragen. In den Kampfszenen macht er eine souveräne Arbeit. Sein Gegner, der Boss der Japaner, wird von Lung Fei gespielt.

Lung Fei spielte oft Japaner, Bösewichte und war in unzähligen Filmen zusammen mit Jimmy Wang Yu vor der Kamera: The Brave and the Evil, Ma Su Chen, The Gallant, The Hero, One-Armed Boxer, The Fast Fists, Knight Errant, Beach of the War Gods oder Seaman No. 7. Er macht, wie Jimmy Wang Yu, auch einen soliden Job aber richtig fies oder böse wirkt er hier trotzdem nicht. Regie führt der Koreaner Jang Il-ho (The Afterworld).

Fazit: Kein Jimmy Wang Yu Kracher, aber bei der Anzahl Filme, die er drehte (bzw. mitspielte), kann auch nicht jeder Film ein Highlight sein. Trotzdem: solide, kann man gut gucken und zum Glück dreht der Film zumindest im letzten Viertel stark auf, was Actionszenen angehen. Somit jedem Jimmy Wang Yu Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Tie han

Taiwan 1973

R: Jang Il-ho

D: Jimmy Wang Yu, Lung Fei, Tsai Hung, Sit Hon, Han Chiang

Laufzeit der FLK DVD: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 27.02.19

Fassungen: Mir lag die UK DVD von FLK vor (Bootleg). Als Master diente eine englischsynchronisierte (war sogar okay) Ocean Shores Fassung. Film Uncut, Bildqualität gut. Es gibt keine deutsche Fassung und O-Ton mit/ohne englischen Subs Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2019).