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Dienstag, 5. November 2019

Der Horror-Alligator Review

Der Horror-Alligator

Story:

Ein Alligator versetzt eine US-Kleinstadt in Angst und Schrecken. Die Polizei (u.a. Robert Forster), ein Grosswildjäger (Henry Silva) und eine «Eidechsenlady» (Robin Riker) versuchen den Alligator aufzuhalten…

Meine Meinung:

Der Horror-Alligator ist nebst Killer Crocodile der beste Tierhorrorfilm, wenn es um Alligatoren / Krokodile geht und eine nostalgische Film-Kindheitserinnerung, die nun erneut gesichtet wurde, um Star Robert Forster, der mir in dieser Rolle immer sehr sympathisch war, zu würdigen, da vor kurzem verstorben (11.10.19).

Daneben kenne ich kaum Filme mit Robert Forster. Laut Datenbanken spielt er in Filmen mit wie Delta Force, Scanner Cop 2, Maniac Cop 3 oder Uncle Sam. Aber die Sichtungen dieser Filme ist zu lange her, um mich erinnern zu können. Denke, er wird in diesen Streifen auch nur Neben- und keine Hauptrollen spielen.

Obwohl ich ihn praktisch nur aus Der Horror-Alligator kenne, war mir der Name immer bekannt und das Gesicht dazu auch. Er spielt sehr gut, wie der ganze Cast des Filmes. Erwähnen will ich an dieser Stelle noch die grossartige, zum Schmunzeln anregende Nebenrolle von Henry Silva (Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale, Killer Vs. Killers, Die Rache des Paten).

Der Film, der auch von grossen Vorbildern wie Jaws beeinflusst wurde, ist aufwändiges, gradliniges Tierhorrorkino mit sympathischen Figuren, einer unterhaltsamen Story und starken Effekten. Dies gilt sowohl für einige blutige Szenen wie auch den Alligator an sich. Tierhorrorfans von klassischen Tierhorrorfilmen wie Jaws, Piranha, Grizzly, Die Stunde der Ratte, Razorback oder Killer Crocodile greifen zu!

Infos:

O: Alligator

USA 1980

R: Lewis Teague

D: Robert Forster, Robin Riker, Michael V. Gazzo, Dean Jagger, Sydney Lassick, Jack Carter, Henry Silva

Laufzeit der deutschen DVD: 87:04 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet: 13.10.19

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von 84 Entertainment vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist erstklassig. Gäbe es in Deutschland auch auf Blu-Ray.

Hanger Review

Hanger

Story:

Hanger (Nathan Dashwood), der unter Obdachlosen und Randständigen aufwächst, will Rache an Zuhälter Leroy (Ronald Patrick Thompson). Grund: dieser tötete seine Mutter und hat Hanger, nachdem er diesen gewalthaft abgetrieben hat, im Müll für tot geglaubt zurück gelassen…

Meine Meinung:

Zu Ehren von Ryan Nicholson, der Anfang Oktober 2019 verstarb (08.10.19), gab es eine Neusichtung zu Hanger. Ryan Nicholson hat eine handvoll von Independent-Gore-Streifen gedreht, die allesamt nicht nur blutig waren, sondern auch die Grenzen des guten Geschmacks sprengten und/oder für eine Mischung aus Sex, Gewalt und Perversitäten sorgte.

Die Sichtung seiner Filme (Live Feed, Gutterballs, Famine, Collar, Star Vehicle) ist lange her. Hanger gehörte, zumindest in Erinnerung, zu seinen besten Werken da der Film einfach total kaputt ist von den Figuren her. Totales Overacting, viel Trash (à la Troma), viel Ekel und viele Perversitäten (à la All Night Long 3) vermischt mit extrem schwarzem Humor (à la Troma oder wer mit aktuell in den Sinn kam: Autor Edward Lee).

Umso länger ich an den Vergleich mit Edward Lee denke, umso passender erscheint er mir. Beide haben ein Faible für Gewalt, Splatter, Sex, Perversitäten aber eben auch sehr viele Ideen, Fantasie und schwarzen, tiefbösen Humor. Daher muss ich sagen: kein schlechter Vergleich. Hanger hat die Neusichtung bestanden. Der Film ist kurzweilig und unterhaltsam, vorausgesetzt man kann mit Trash, Ekel und Bad Taste Momenten etwas anfangen. Und natürlich sollte man dem Independent-Film nicht abgeneigt sein.

Die Darsteller hatten sichtlich Spass am Film, Troma-Boss Lloyd Kaufman legt einen Kurzauftritt hin, den Film empfand ich aktuell als blutiger, als ich den in Erinnerung hatte. Die Abtreibungsszene war sehr derb und blutig in Szene gesetzt. Ekel und Tabubrüche folgen später (beinhalten gebrauchte Tampons und einen künstlichen Darmausgang).

Ryan Nicholson, er war Kanadier, war nicht nur Regisseur, sondern auch ein Effekte-Künstler was ich früher gar nicht wusste (oder es vergass). Interessanterweise war er für die Effekte in Hanger nicht selbst verantwortlich. Trotzdem arbeitete er an einer Vielzahl von bekannten Filmen mit, was Spezialeffekte angehen (Blood Feast, Lake Placid, eXistenZ, Hemoglobin, The Predator, Final Destination, Blair Witch), darunter auch viele Hollywood-Produktionen (Deadpool 2, Blade 3…).

Fazit: Wer die Filme des Ryan Nicholson mag, sollte sich den sehr ekligen Hanger nicht entgehen lassen! Danach hat man gleich eine Dusche nötig, so schmutzig ist der Film…

Infos:

O: Hanger

Kanada 2009

R: Ryan Nicholson

D: Debbie Rochon, Dan Ellis, Nathan Dashwood, Ronald Patrick Thompson, Lloyd Kaufman, Wade Gibb

Laufzeit der US-DVD: 90:27 Min.

Gesehen am: März 2010 / Review überarbeitet am: 10.10.19

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Vicious Circle Films vor = Uncut, gute Ton- und Bildqualität, exklusive Extras vorhanden. Einziges Manko: keine englischen Subs. In Deutschland bzw. deutschsprachig (Uncut) in Österreich von Shock (früher Japan Shock) veröffentlicht worden (Deutsch/Englisch, keine Subs). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Okt. 2019).

Gewebte Welt


Gewebte Welt

Story:

Liverpool: Cal Mooney und Suzanna jagen hinter einem Teppich her, der eine geheime Welt, Zauber, ein Volk und eine gewebte Welt beinhaltet. Doch auch die Bösewichte, der gierige Händler Shadwell mit seinem magischen Jackett und Immacolata und ihre Hurenkinder (vom Volk der Seher) sind ebenfalls hinter dem Teppich/der Fuge her…

Meine Meinung:

Was für ein Buch! Was für ein kleines Epos! Nebst den Büchern des Blutes (Band eins und zwei) ist dies das beste Werk, welches Clive Barker abgeliefert hat (gefiel mir besser als z.B. Hellraiser) wobei ich gar nicht viel von ihm gelesen habe (aktuell ist Cabal dran). Ich begann es im Sommer (am NIFFF) zu lesen und sofort hat mich die Fantasy-Geschichte in ihren Bann gezogen.

Das Werk ist komplex und erzählt eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die fesselt und begeistert. Vor allem den Fantasy-Anteil mochte ich sehr. Die detaillierten Beschreibungen der Fuge, der Zauberer und vor allem auch der Monster d.h. von Immacolata und ihren Hurenkindern (werde auch so im Buch genannt) und/oder das Monster am Ende (Uriel) haben mir extrem gut gefallen.

Interessanterweise fand ich die bösen Figuren (z.B. der fiese und hinterlistige Händler Shadwell, oder der sadistische Cop Hobart) und Geschöpfe interessanter als die guten Zauberer – als Ausnahme bleiben die Menschen-Figuren Cal (sehr sympathisch) und Suzanna (Powerfrau) zurück – die gefielen mir beide auch. Auch die Darstellung des Horrors, von alptraumhaften und surrealen Szenarien bis hin zu den Schauplätzen in und rund Liverpool mochten mich zu überzeugen.

Auch die wechselnden Settings fand ich super – das Kopfkino liess erahnen, hätte man daraus einen Film gemacht, wäre es eine sehr düstere, bisweilen wunderschöne, märchenhaft und stimmungsvolle Szenerie geworden mit ultraspannendem Finale im weissen Schnee (mit einem Detail, welches jedoch vorhersehbar war).

Man sollte sich von der Anzahl Seiten (fast 700) nicht abschrecken lassen und sich an das Fantasy-Werk wagen – ihr werdet es nicht bereuen! Klare Empfehlung für jeden Clive Barker Fan!

Infos:

Autor: Clive Barker

Herausgeber: Phantasia Paperback Horror

Sprache: Deutsch

Buchart: Taschenbuch

Anzahl Seiten: 687

In Deutschland erschienen: Ja.

Roman/Sachbuch: Roman