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Freitag, 29. November 2024

Shaolin Traitorous

Shaolin Traitorous

Story:

Shang Yung (Carter Wong) macht sich nach jahrelangem Training im Shaolin Kloster auf den Weg, den Tod seiner Eltern zu rächen. Die Täter sind First Head of East Chang (Sammo Hung) und Officer of N. City (Huang Feilong), welche ihren Meister Tin Erh Keng (Chang Yi) dienen. Hilfe bekommt Shang Yung von Hsiao Yun Erh (Polly Shang-Kuan Ling-Feng), die es ebenfalls auf Tin Erh Keng abgesehen hat…

Meine Meinung:

Aka The Traitorous. Shaolin Traitorous ist ein taiwaneischer Kung Fu-Film aus dem Jahr 1976 von Sung Ting-Mei. Wer das Genre mag, wird auch den Film mögen. Mich sprach vor allem der Cast an. Obwohl einige Datenbanken auch Hong Kong als Herstellungsland angehen, würde ich auch definitiv auf Taiwan tippen. Der Film vereint glanzvolle Namen wie Carter Wong (The Shaolin Kids, The Association, The Furious Killer), Sammo Hung (Hand of Death, Twilight of the Warriors: Walled In, Knockabout), Chang Yi (Profile in Anger, Imperial Sword, Killer from Above) und Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Heroes Behind the Enemy Lines, General Stone, The Invincible Super Guy).

Ich empfand den Film als sehr gut. Etwas über dem Durchschnitt angesiedelt. Das lag nicht nur am sehenswerten Cast, sondern auch an zwei weiteren Tatsachen. Erstens verzichtet der Film auf Slapstick, Klamauk und Humor. Etwas, was ich begrüsse, da der Humor in solchen Kung-Fu-Filmen nicht selten auch wirklich doof und kindisch ist. Der zweite Grund ist die Tatsache, dass es wenig Längen und wenig lahme Füllszenen gibt. Es gibt fast nur Action und der Plot wurde auf das nötigste reduziert. Ich mag solche simplen 08/15 Rache-Plots. Die Filme schaut der Fan wegen den Stars und den Kämpfen, nicht aufgrund interessanter Story-Plots.

Die Kampfszenen sind solide, auch wenn etwas wenig mit den Füssen und Beinen gekämpft wird. Carter Wong ist Carter Wong. Solide. Aber wenig charismatisch und immer mit gleicher Mimik à la Steven Seagal. Polly Shang-Kuan Ling-Feng Schauspiel hat mir gefallen. Auch im Finalkampf überzeugt sie. Am besten haben mir Sammo Hung und Chang Yi gefallen. Beide Bösewichte. Vor allem Sammo Hung hat dabei fast einige der besten Kampfszenen überhaupt abbekommen, abgesehen vom Finalkampf zwischen Carter Wong/ Polly Shang-Kuan Ling-Feng gegen Chang Yi. Sammo Hung spielt, wie sein Meister, auch einen weisshaarigen Gegner.

Chang Yi mag ich als Bösewicht lieber, statt ihn in Heldenrollen zu sehen. Unvergessen sind seine Auftritte in Filmen wie Phantom Kung Fu, The War of the Boundary, The Thrilling Sword, Eagle’s Claw7 Men of Kungfu oder The Secret of Shaolin Poles. Fans von Chang Yi sollten wissen, dass er praktisch nur im Finale kämpft. Zuvor lässt er seine beiden rechten Hände, Sammo Hung und Huang Feilong (auch weisshaarig), ran. Nur um falsche Erwartungen von vornerein im Keim zu ersticken. Das Finale dauert ca. sechs Minute ist fantasievoll und brutal anzusehen. Unser Trio gibt ihr alles und liefert, wenn er darum geht, dem Kung Fu Fan ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Da Tai Jian

Taiwan (je nach Quelle HK) 1976

R: Sung Ting-Mei

D: Carter Wong, Sammo Hung, Huang Feilong, Chang Yi, Polly Shang-Kuan Ling-Feng

Laufzeit der US-DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 15.10.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Xenon vor = Double Feature. Nebst Shaolin Traitorous befindet sich noch der Carter Wong Film Wu Tang Swordsman im Set. Zu Shaolin Traitorous = Uncut, Mandarin Print in Widescreen (aber nicht anamorph), gute Bild- und Tonqualität mit englischen Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Donnerstag, 28. November 2024

Murder Obsession

Murder Obsession

Story:

Schauspieler Michael (Stefano Patrizi) besucht zusammen mit seiner Freundin Debora (Silvia Dionisio) das Anwesen seiner Mutter Glenda (Anita Strindberg). Michael gibt seine Freundin als seine Sekretärin aus, was diese irritiert. Als weitere Schauspieler-Freunde von Michael vor Ort auftauchen (u.a. Laura Gemser), beginnt ein unbekannter Killer die Anwesenden zu dezimieren…

Meine Meinung:

Obwohl ich Murder Obsession nun in Italienischer Sprache sah (1. Sichtung erfolgte 2016 Englisch Dubbed), empfand ich den Film als weniger gut als früher. Murder Obsession ist kein schlechter Film, aber auch kein Kracher. Murder Obsession nimmt sich beim relativ lahmen Plot Zeit. Viel Zeit. Vielleicht zu viel Zeit. Vor allem die erste Hälfte empfand ich als langweilig. Dazu kommt, dass Dialoge Vs. Geräusche bei der Ital. Tonspur unterschiedlich stark abgemischt schienen soll heissen sehr laute Musik, sehr leise Dialoge. Das nervte beim Schauen. Mehr dazu unter Fassungen.

Ein weiteres Minus war die Musik. Ewiges Klavier-Gedudel. Weniger mein Fall. Mit einem anderen Soundtrack hätte der Film stimmungsvoller sein können. Denn optisch versteht es Murder Obsession durchaus, zu pinkten und für eine angenehme Gothic-Stimmung zu sorgen. Wo der Film hingegen punktet sind die Anzahl Nackt- und Sleaze-Szenen. Dies hatte ich nicht so in Erinnerung. Überall nackte oder halbnackte Mädels. Das ist, besonders mit Damen wie Silvia Dionisio (Eiskalte Typen auf heissen Öfen, Stadt in Panik) oder Laura Gemser (Emanuelle in America, Emanuelle and the Last Cannibals) in einer Nebenrolle, als positiv zu werten.

Der Cast ist solide. Wo ich, wohl aufgrund falscher Erinnerungen, mehr erwartet hatte waren die Morde, der Blutgehalt und die Effekte gegen Ende hin. Für diese zeigte sich ein dazumal noch eher unerfahrener Sergio Stivaletti (Specters, Mother of Tears, The Church) zuständig. Allerdings sind die Morde hier doch relativ überschaubar und die Effekte fast an einer Hand zählbar. Nicht selten sieht man auch nur das Resultat und nicht die Tat selbst. Die Auflösung erinnert z.T. an unzählige andere Filme dieser Art und/oder an Giallo-Film, in denen vergangene Traumata Grund des Terrors sind. Plus etwas satanischer Cult…

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Ggf. wird mir der, halt wieder in Englisch (dafür ggf. mit einer besseren Tonabmischung), in Zukunft bei einer 3. Sichtung mehr zusagen als aktuell…

Infos:

O: L'Ossessione che Uccide

Italien, Frankreich 1981

R: Riccardo Freda

D: Stefano Patrizi, Anita Strindberg, Laura Gemser, John Richardson

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 97:18 Min.

Gesehen am: Jan. 2016 / Neusichtung am: 15.10.24

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Cineploit vor = Booklet, Uncut-Fassung in Ital. oder Englisch mit deutschen Subs, diverse Extras (u.a. Interview mit Sergio Stivaletti), Poster, einer sehr guten Bildqualität. Der Ital. Ton war komisch abgemischt: Dialoge sehr leise, Umgebungsgeräusche/Musik im direkten Verhältnis viel zu laut. Das hat das Sehvergnügen gestört.