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Mittwoch, 5. November 2025

Kiss of Death

Kiss of Death

Story:

Chu Ling (Chen Ping) wird aus dem Nachhauseweg von einer Gruppe Männer (Fan Mei-Sheng, Hui Siu-Hung, Chan Shen, Lin Wen-Wei, Chiang Tao) vergewaltigt und steckt sich mit einer Krankheit an. Hilfe findet sie später im Nachtclub von Krüppel Wong Ta (Lo Lieh). Dort bereitet sich Chu Ling, als sie einen der Täter wiedererkennt, auf ihre Rache vor…

Meine Meinung:

Als ich Kiss of Death zum ersten Mal sah (vor elf Jahren), war mir nicht bewusst, dass Her Vengeance ein Remake zu Kiss of Death darstellt. Ich scheine Her Vengenace zu dem Zeitpunkt noch nicht gekannt zu haben. Kiss of Death wurde nun Ehren von Hui Siu-Hung gesichtet, der von paar Tagen aufgrund einem Multiorganversagen (Krebs war der Auslöser) verstorben ist. Das hat im westlichen Social Media mehr Aufmerksamkeit erregt, als bei anderen HK-Stars, die verstorben sind.

Ich bin ehrlich. Mir sagte Hui Siu-Hung weder vom Namen noch vom Gesicht etwas. Ich weiss auch nicht, ob er in den 70ern und 80ern Haupt- oder eher kleine Rollen spielte. Eine seiner ersten Rollen spielte er in Kiss of Death. Einer mehr, der seine Karriere bei den Shaw Brothers startete. Hier spielt er einen Vergewaltiger. Der Film erinnert in der Tat an Her Vengeance, den ich erst vor paar Monaten (als US-Blu-Ray) aufgefrischt habe. Ich könnte fast von einem 1:1 Remake sprechen. Die Macher hielten sich an die Vorgaben. Beide Filme sind lohnenswert.

Kiss of Death macht «Spass» und stellt beste 70er Jahre Exploitation à la I Spit on Your Grave dar. Chen Ping (Queen Hustler, The Psychopath) spielt die Rächerin überzeugend. Lo Lieh mimt den Part, den später (in Her Vengeance) Lam Ching-Ying spielte sollte: den Krüppel, der sich ins Mädchen verliebt und sie in ihrer Rache unterstützt und sie beschützt. Lo Lieh (The Concrete Jungle, The Big Boss Part II, Ghosts Galore) gefällt in dem Part. Die hübsch überzeichneten Bösewichte gefallen auch. Nebst Hui Siu-Hung sind da noch namhafte Personen wie Fan Mei-Sheng (Die Eroberer, Last Breath), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire, Lost Souls) oder Chiang Tao (The Savage 5, The Mysterious Foot-works of Kung Fu) an Bord. Simon Yuen (Ol' Dirty & the Bastard, Crystal Fist) legt einen amüsanten Gastauftritt hin.

Fazit: Für Fans des Rape & Revenge Genres zu empfehlen!

Infos:

O: Du Nu

HK 1973

R: Ho Meng-Hua

D: Fan Mei-Sheng, Hui Siu-Hung, Chan Shen, Lin Wen-Wei, Chiang Tao, Chen Ping, Lo Lieh, Lily Chen Ching, Simon Yuen

Laufzeit der US-DVD: 98:25 Min.

Gesehen am: Okt. 2014 / Neusichtung: 30.10.25

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Image Entertainment vor = Uncut, O-Ton, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine UHD und keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2025).

Dienstag, 4. November 2025

The Haunted Villa

Horroktober 2025

The Haunted Villa

Story:

Während der Nachtschicht vergewaltigt der verheiratete Arzt Dr. Han (Kung-Won Nam) die Krankenschwester Kyung-Ah. Sie wird schwanger. Als sie nicht abtreiben will, kommt es zum Handgemenge. Die leblose Kyung-Ah versenkt Dr. Han in einem Brunnen. Doch damit hat der Spuk für ihn noch kein Ende…

Meine Meinung:

The Haunted Villa kommt nicht in meine Filmsammlung. Der Anfang der 80er Jahre Film aus Südkorea war dazu zu unspektakulär. Ausserdem ging ich mit falschen Erwartungen an den Film. Es handelt sich nämlich nicht wirklich um einen Ghost-Film (was ich mir jedoch erhoffte), was dem Zuschauer auch während der Sichtung schnell klar wird. Der Film ist relativ zahm und vor allem repetitiv. Da kein Ghost-Setting gibt es leider auch nur wenig stimmungsvolle Momente.

Was solche angehen blieben mir nur der Beginn (Gewitter, Regen), die Nachtschicht (mit dem dramatischen Ausgang des notgeilen Arztes) und das Finale (wieder Gewitter & Regen) in Erinnerung haften. Sonst erinnert der Film deutlich mehr ans Ital. Giallo Genre oder an Mystery-Thriller à la Umberto Lenzi. Jene mit Carroll Baker, in welcher Paranoia und Betrug oft eine Rolle spielen und am Ende ein Twist den anderen jagt, was wahre Täter, mehrere Täter oder Motive angehen.

Das Ende gefiel mir nicht wirklich, auch wenn ich einen Ausgang dieser Art erwartet und habe kommen sehen. Richtige Highlights sind zäh und die Szenen sind immer die gleichen und repetitiv. Aufgrund von fehlenden englischen Untertiteln sind auch die Motive der Figuren nicht 100% klar (warum zeigte die Krankenschwestern den Arzt nicht einfach an?). Die mir unbekannte Darstellerin, die die Krankenschwestern spielte, die später via Rasiermesser Jagd auf den Doc macht, spielte das ordentlich. Sie war die beste Figur im Film, was das Schauspiel angeht.

Regie führte Lee Doo-yong, der auch einige Martial Arts Filme realisiert haben soll. Darunter interessante wie Returned a Single-legged Man: 2, der mich vom Titel und der Prämisse (der Held verliert ein Bein) an The One-Armed Swordsman erinnert. Ansonsten dürfte Nam Koong-won der wohl bekannteste Name der Produktion sein. Er, welchen den Arzt spielt, hat eine grosse Karriere mit vielen Rollen vorzuweisen (A Woman After a Killer Butterfly, A Bloodthirsty Killer, Space Monster Wangmagwi). Wer die Krankenschwester spielt, konnte ich hingegen nicht in Erfahrung bringen.

Fazit: Den fand ich, genau wie seine Vorbilder (Carroll Baker «Gialli»), unspektakulär. Zwar nicht wirklich langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Wurde nach London verkauft! 

Infos:

O: Gwihwa sanjang

Südkorea 1981

R: Lee Doo-yong

D: Kung-Won Nam, Yang-ja Jin, Han Eun-jin, Kim Yun-mi

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:36 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dong Yang Production vor = Vollbild, gute Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Koreanischer Ton und keine Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).

Montag, 3. November 2025

Wild Nr. 59 (Restaurant Casino Bern)


Adresse: Casinopl. 1, 3011 Bern

 

Das heutige Wild war eine eher spontane Sache. Vor ca. drei Tagen war dieses Essen noch ungeplant. Ich hatte an diesem Abend abgemacht und fragte die Begleitungen, ob wir statt dem Abendessen Zuhause uns in der Stadt zum Essen, im Casino Restaurant in Bern, treffen könnten. Zum gemeinsamen Abendessen. Und für mich würde dies einmal mehr Wild bedeuten. Die Begleitungen sagten zu und waren einverstanden. Zu meinem Glück. Karma, würde ich sagen. Heute war mein 32. freier Tag.

Ich kam nach dem Tag in St. Gallen (Link) heute nur schwer in die Gänge. Ich versuchte, meinen Schlaf-Rhythmus bereits jetzt leicht anzupassen, da ich übermorgen nach 32 freien Tagen wieder Nachtdienst haben werde. Und im Moment ist mein Rhythmus so, dass ich ab ca. 07.00 Uhr morgens hellwach bin und abends müde werde. Das heisst, wenn ich zum Nachtdienst antrete, würde ich nachts sehr müde werden. Ich schrieb Berichte und mir gelang danach, kurz nach dem Mittag, der Grosseinkauf, den ich schon die ganze Woche plante. Danach reichte es sogar noch für einen Shaw Brothers Film.

Ich war noch nie im Casino-Restaurant essen. Die Wild-Karte war klein. Ein Menü (400g Rehrücken für zwei Personen) konnte ich schon im Voraus vergessen, da meine heutigen Begleitungen a) z.T. kein Wild mögen oder b) nicht sonderlich grosse Portionen essen. Es war der Abend von Halloween und schon im Zug nach Bern sah ich einige sehenswerte Kostüme. Die Stadt war auch voll. Halloween und Freitagabend (Ausgang). Natürlich war die Stadt gut besucht. Ich lief vom Bahnhof zum Restaurant und als ich dort eintraf, kurz vor 18.00 Uhr, schien das Restaurant (noch) menschenleer.

Ich wurde zu meinem Platz geführt und staunte über das schicke Ambiente. Meine Begleitungen kamen ca. fünf-zehn Minuten später an. Wir sahen uns länger nicht. Es gab noch (verspätete) Geburtstagsgeschenke und gute Gespräche. Nach und nach füllte sich das Restaurant. Ich würde sagen, dass dieses am Ende voll war. Meist grössere Gruppen. Und eher gutbetuchte Gäste, so wie es schien. Und eher alte Gäste. Ich war sicherlich einer der jüngsten dort. Die Kellnerinnen waren durch die Bank nett und aufmerksam. Ich bestellte…


 

…als Vorspeise

Rindscarpaccio

Senfvinaigrette | Grana Padano | Feige

26.00 CHF

 

…als Hauptgang

Gebratenes Hirschentrecôte

Wildbeilagen | Haselnussspätzli | Wildjus

Ich nahm statt Wildjus eine Champignonrahmsauce

42.00 CHF

 

…als Dessert Nr. 1

Schokolademousse Oswaldo 71%

Quitte | Mandelfinancier | Butter-Crumble

12.00 CHF

 

…als Dessert Nr. 2

Coupe Nesselrode

Vanilleglace | Vermicelles | Meringue | Rahm

13.00 CHF

 

Ich habe heute extra wenig gegessen (ca. 14.00 Uhr einen Schokoladenriegel), so dass ich mich auf das Essen freute. Ich war gespannt, auf der anderen Seite habe ich, ich weiss nicht warum, nicht viel erwartet. Und ich wurde, gesamthaft, positiv überrascht. Das Gesamtfazit war sogar knapp davor, ein hervorragend zu erreichen. Und das habe ich definitiv nicht erwartet. Die Vorspeise, das Rindscarpaccio, war toll. Super lecker und für eine Vorspeise und für ein Restaurant dieser Wahl auch viel grösser, als erwartet. Eine sehr grosse Portion. Beim Hauptgang wurde auf meine Wünsche betreffend die andere Sauce eingegangen. Der Hauptgang wäre fast perfekt gewesen, hätten nicht 1-3 Stücke des Fleisches einen sehr komischen Eigengeschmack gehabt, wie ich es zum Glück bisher nur selten erlebt habe. Abgesehen davon war es qualitativ auf sehr hohem Niveau. Der Rosenkohl wurde fast wie im Landhaus zubereitet. Auch diese Portion war sehr gross. Ich bestellte mir zwei Nachspeisen. Davon empfand ich den Schokolademousse als okay, aber nichts Besonderes. Lag wohl an der Auswahl der Schokolade. In dieser Wild-Season hatte ich, glaube ich, schon 1-2x Schokolademousse als Nachspeise und an den anderen Orten entsprach das mehr meinem Geschmack. Dafür liess die Coupe Nesselrode keine Wünsche offen. Die war perfekt. Mir passte es, meinen Begleitungen eher wenig. Danach zog es mich nach Hause, wo ich mir zu Ehren von Stanley Fung, der verstorben ist, einen Film ansah!

 

Fazit:

 


Hervorragend

Sehr gut

Gut und solide

Enttäuschend