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Freitag, 24. Februar 2023

The Church Review

The Church

Story:

In einer Kirche wird ein altes Grab geöffnet. Die Folge: das Böse erwacht…

 

Meine Meinung:

 

Nach den Erfolgen von Demons und Demons 2 war eine weitere Fortsetzung angedacht, so sagt man. Das Projekt sollte Michele Soavi (Dellamorte Dellamore, Uno Bianca, The Sect) realisieren, der zwei Jahre zuvor mit Stage Fright auf sich aufmerksam machte.  Dario Argento (Deep Red) produzierte den Film und schrieb das Drehbuch. Doch aus «Demons 3» wurde am Ende ein eigenständiger Film: The Church!

 

Mir gefallen die Filme von Michele Soavi. Schade, dass er nie den gleichen Respekt und Anerkennung widerfuhr wie seine Kollegen vor ihm. Das lag sicher daran, dass er zu der Zeit Erfolge verbuchte, wo das Ital. Genre-Kino am Sterben war. Hollywood hiess die Diagnose als Ursache. The Church mag ich. Der Film bietet einen originellen Plot. Keine 08/15 Geschichte. Sehr fantasievoll und fantastisch. Mit viel Symbolkraft. Bilder als Mittel zum Ausdruck. Ein Ende, über welches man rätseln und interpretieren kann.

 

Langweilig wird der Film nie. Gedreht wurde, wie später auch in The Sect und zuvor Demons, wieder in Deutschland (Hamburg). Der Film bietet einen soliden Cast mit ein-zwei bekannten Namen wie einer blutjungen Asia Argento (Land of the Dead) oder Ital.-Horror-Star Giovanni Lombardo Radice (House on the Edge of the Park). Tomas Arana, Barbara Cupisti (Terror at the Opera) und Hugh Quarshie (Nightbreed) waren in ihren Rollen ebenfalls stark. Die Musik ist toll und steuerte u.a. Goblin (Dawn of the Dead) und Keith Emerson (Inferno) bei.

 

Der Film ist nicht übermässig blutig. Einige Szenen gar unblutig oder spielen sich im off screen ab. Was den Splattergehalt angeht, dürfen keine Demons Qualtäten erwartet werden. Dennoch bietet der Film nebst 2-3 innovativen Tötungsszenen und weitere starke Effekte-Sequenzen: Make-Up Monster-Masken, Ganzkörper-Kostüme, die Statue am Ende etc. Tolle Arbeiten, für die u.a. Sergio Stivaletti (I Tre volti del terrore) zuständig war. Dazu kommen die innovative Kameraarbeit von Michele Soavi, die den Szenen noch eine besondere Note verleiht. Schön!

 

Fazit: Für Fans des vergangenen Italo-Horrorfilmes zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: La Chiesa

 

Italien 1989

 

R: Michele Soavi

 

D: Tomas Arana, Barbara Cupisti, Hugh Quarshie, Asia Argento, Giovanni Lombardo Radice, Feodor Chaliapin Jr.

 

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 102 Min.

 

Neusichtung am: 16.02.22

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Shameless Screen Entertainment vor = Wendecover, Englisch/Ital. mit englischen Subs, Uncut, Extras (u.a. Interview mit Michele Soavi), Uncut. Gibt es auch als Blu-Ray. In Deutschland von '84 auf Blu-Ray zu haben (im hässlichen Lederbuch).

Donnerstag, 23. Februar 2023

Evil Hits Evil Review



Evil Hits Evil

Story:

Chan Sing lässt Holzfäller Kwan Yung-Moon und dessen Familie töten, da dieser ein Auge auf Chans Tochter Doris Lung Chun-Erh geworfen hat. Kwans Geist kehrt zurück und schlüpft in den Körper von Holzfäller Alan Liu Te-Kai. Dieser wird nun als Mordwerkzeug missbraucht, um an Chan und dessen Männern (u.a. Fan Feng-Shan, Lui Wan-Biu, Yang Hsiung) Rache üben zu können. Doch dieser setzt mit diversen Priestern (u.a. Robert Tai) zur Gegenwehr…

Meine Meinung:

Evil Hits Evil aka Three Dark Spirits ist eine Co-Produktion aus Taiwan des unbekannten Lai Wei-Han und Südkorea durch den 2019 verstorbenen Nam Gi-Nam (Who Broke the Red Rose Stem, Fairy of the Night, Black Dragon's Last Warning). Jede Fassung soll Szenen haben, die in der anderen fehlen, wobei dies z.T. zensurbedingt der Fall ist (mehr unter Fassungen). Es gibt auch Gerüchte, dass die humoristischen Szenen durch Nam Gi-Nam gedreht wurden.

Der Film wurde nach dem Erfolg von Encounters of the Spooky Kind (1980) realisiert. Die Taiwanesen wollten zeigen, dass auch sie gute Filme mit Geistern, Ritualen, Magiern und besessenen Menschen drehen können. Der Film gefällt vor allem durch seine übernatürlichen Geister-Szenen, Rituale, Magier (u.a. Robert Tai) und durch seinen mehrheitlich düsteren, unheimlichen Grundton. Ich fühlte mich nebst Encounters of the Spooky Kind an westliche Filme wie Evil Dead, Der Exorzist oder Lucio Fulcis Zombiefilme (Stöhnen und Geräuschkulisse der Zombies) erinnert. Zudem gibt es Musik aus Jaws und Dawn of the Dead (Goblin Theme) zu hören. Cool.

Der Cast macht auch definitiv Laune: Chan Sing (Rage of the Wind) mimt den Bösewicht, Doris Lung Chun-Erh (The Secret of Shaolin Poles), die im Film von einem Geist vergewaltigt wird, dessen Tochter, Kwan Yung-Moon (My Young Auntie) & Alan Liu Te-Kai (The Nude Body Case in Tokyo) die Rächer und Robert Tai (Secret Rivals 3) legt einen sehenswerten Auftritt als Priester hin, der dann nur noch die die weibliche Priesterin (schwebender Spagat in der Luft) getoppt wird, welche im Finale das Böse bekämpfen darf (leider konnte ich nicht verifizieren, wer sie spielt). Vom Aussehen her könnt sie glatt aus Zodiac Fighters stammen.

Es gibt charmante Effekte, coole Kameraeinstellungen, stimmungsvolle Momente, Chan Sing als Bösewicht geht immer (plus hat er hier einen Folterkeller) und auf etwas Klamauk (mehrere Urin-Jokes oder stereotype, abwertende Darstellung von Homosexuellen) wird dann doch nicht gänzlich verzichtet. Das VHS hat etwas Schimmel und englische Subs und der Film ist in der ofdb nicht gelistet. Während dem Film gibt es einen kurzen Unterbruch für Werbung (siehe Bilder): zwei Kinder, die Hand in Hand durch eine Wiese hüpfen (Slow-Mo), gefolgt von einer ganzen Gruppe fröhliche Kinder, Szenenwechsel auf LDs und VHS. Solche Werbespots während dem Film sind auf südkoreanischen VHS nicht unüblich.



Fazit: Ich hatte mit Evil Hits Evil, vor allem aufgrund seiner fantasievollen Szenen, den stimmungsvollen Gruselmomenten und dem Cast, meinen Spass! Sehenswert, nicht nur, weil selten!

Infos:

O: Xie zhuang xie / Heugsamgwi

Aka: Three Dark Spirits

Taiwan, Südkorea 1983, 1985 (Korea Film-Archiv)

R: Lai Wei-Han, Nam Gi-Nam

D: Chan Sing, Kwan Yung-Moon, Doris Lung Chun-Erh, Alan Liu Te-Kai, Fan Feng-Shan, Lui Wan-Biu, Yang Hsiung, Robert Tai

Laufzeit der südkoreanischen-VHS: 78:51 Min. (inklusive paar Sekunden, in denen ein VHS/LD Werbespot mit Kindern gezeigt wird)

Gesehen am: 01.11.22

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von A Joo Video Production vor = Mittelmässige bis schlechte Bildqualität, Vollbild, zensiert (Köpfung von Kwan Yung-Moon oder wie Chan Sing seine besessene Frau bekämpft/tötet), aber immerhin in Mandarin mit englischen Subs. Online Fassungen haben eine bessere Bildqualität und zeigen die Köpfung, sind aber teilweise (viel) dunkler als das VHS. Es gibt eine 2. VHS in Südkorea. In dieser liegt der Film in Koreanischer Sprache vor. Die Fassung soll Szenen haben, welche bei A Joo Video Production fehlen und umgekehrt. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2022).

Mittwoch, 22. Februar 2023

Equilibrium Review

Equilibrium 

Story:

 

Nach einem 3. Weltkrieg werden Gefühle mit regelmässigen Injektionen abgestellt. Die Folge: weniger Krieg und Chaos. Ein Regime kontrolliert dies. Abtrünnige werden gejagt und getötet. Kleriker John Preston (Christian Bale) geht hart gegen Feinde vor, bis er eines Tages unabsichtlich vergisst, die Injektion zu verabreichen, zu fühlen und die Sache des Regimes kritisch zu hinterfragen beginnt…

 

Meine Meinung:

 

Kurt Wimmer, der den neusten Children of the Corn Film verfilmt hat und u.a. für Spell das Drehbuch schrieb, hat mit dem 2002 veröffentlichten Equilibrium einen sehenswerten Film geschaffen. Equilibrium gefiel mir schon früher, obwohl ich sonst mit neueren Actionfilmen eher wenig anfangen kann. Ich würde den Film auch nicht nur spezifisch als Actionfilm sehen.

 

Interessanterweise gefallen mir die Action-Szenen im Film wenig. Zu modern, zu harmlos, zu unblutig. Dass der Film eine R-Freigabe hat, verstehe ich nicht. Das sieht bis auf zwei sehenswerte Knochenbrüche total nach unblutigem PG-13 Gewaltlevel aus. Den Kampfstil und die Choreographie fand ich wenig gelungen. Der Finalkampf war ein Witz. In der Hinsicht ist der Film eigentlich nicht wirklich toll. Zudem gibt es im Finale einen miesen, unschönen CGI-Effekt zu sehen (rutschendes Gesicht).

 

Warum mir der Film dann überhaupt gefällt? Ich mochte die Zukunftsvision mit dem Regime, dessen «Vater» die Lemminge blind folgen. Die Idee, Gefühle und Emotionen auszuschalten, um Probleme von der Welt zu schaffen, fand ich originell. Daher auch der Zusatztitel "Killer of Emotions" in der deutschen Fassung. Das Design und die Settings der Zukunft (Film spielt im Jahr 2072) waren sehenswert. Die Wahl der Musikstücke gefiel mir auch sehr gut. Grosses Plus, sehr passend.

 

Mir gefiel also die Idee, das Grundkonzept, der Plot. Die Figuren mochte ich auch. Christian Bale war damals absolut gefragt (American Psycho und Co.) und macht seine Sache ordentlich. Aber auch Namen wie Sean Bean, William Fichtner, Angus Macfadyen (Bösewicht) oder Emily Watson (praktisch die einzige Frauenrolle) machen ihre Sache glaubhaft und souverän. Der Film ist gut gemacht, kam aber, soviel ich weiss, nur als Kleinauflage und/oder gar nicht in die Kinos.

 

Fazit: Mag ich, daher gibt es von meiner Seite eine Empfehlung!

 

Infos:

 

O: Equilibrium

 

USA 2002

 

R: Kurt Wimmer

 

D: Christian Bale, Taye Diggs, Emily Watson, Angus Macfadyen, William Fichtner, Sean Bean

 

Laufzeit der deutschen DVD: 102:24 Min.

 

Neusichtung am: 15.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Highlight vor: Deutsch/Englisch mit deutschen Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es auch als deutsche Blu-Ray.