Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 1. Januar 2021

Another Heaven Review

Japanuary 2021

Another Heaven

Story:

Zwei Cops ermitteln in einer mysteriösen Mordserie…

Meine Meinung:

Another Heaven ist ein typischer Anfang 2000er Mystery-Thriller/Krimi, wie es sie aus Japan damals zuhauf gab. Aktuell ist der Film zwar absolut ok und gut schaubar, aber kein Kracher und nichts Besonderes (mehr). Daher fliegt der Film nun auch aus der Sammlung…

Der Film ist für seine stolze Laufzeit von mehr als zwei Stunden nie langweilig. Das muss man Another Heaven lassen: lahm wird es nicht. Im Gegenteil: der Film schafft es zu fesseln, eine Art Spannung zu erzeugen und den Fan bei Laune zu halten. Trotz der wenig originellen Ideen (diese kennen Fans schon aus Filmen wie The Hidden oder Jason Goes to Hell).

Die letzte Sichtung war Ewigkeiten her. Ich wusste gar nichts mehr über den Film. So war die Neusichtung so, als sähe ich den Film zum ersten Mal. Die Darsteller waren gut. Namentlich nicht sie mir nicht bekannt. Die Cops waren sympathisch. Freude hatte ich an der hübschen und niedlichen Mikako Ichikawa, die später noch in weiteren Filmen in Japan zu sehen war (z.B. 2006 in Cutie Honey oder 2016 in Shin Godzilla).

Regie führte Jôji Iida, der 2003 die Manga-Verfilmung Dragon Head drehte und sich in den 80ern auch unter Horror- und Kurzfilmsplatter-Fans einen Ruf machte: der berühmt berüchtigte Cyclops (in Hong Kong als The Unborn erschienen) stammt von ihm.

Die wenigen Effekte, die man zu sehen bekommt, sind gut getrickst. Richtig schmerzhaft und eklig waren die 1-2 Knochenbrüche (keine offenen Frakturen, aber ich empfinde unnatürliche Gelenk- und/oder sichtbare Knochenverschiebungen als deutlich ekliger als offene Brüche). Der Film bietet hier und da wenig schwarzen Humor. Der Film ist mehrheitlich ernst und sogar dramatisch in Szene gesetzt (die Szene mit dem Cop und der Krankenschwester und dessen Wohnung z.B.).

Der Vorspann und einige «Flash» Szenen-Übergänge empfand ich als billig. Erinnerten mich an billige US-Serien wie CSI Miami und Co. Solche Schnittgewitter und Szenenübergänge (moderner Quatsch, mochte ich auch in den SAW Filmen nicht) mag ich einfach nicht. Nervt. Billiger Look. Ansonsten ist der Film anständig gefilmt.

Fazit: Stark Geschmackssache. Für mich ragt der Film einfach nicht aus der Masse hervor. Another Heaven ist nichts Besonderes. Kein Kracher, aber gut schaubar. Kann man sich ansehen, aber hat in meiner Film-Sammlung keinen Platz (mehr). 

Infos:

O: Anazahevun

Japan 2000

R: Jôji Iida

D: Yôsuke Eguchi, Akira Emoto, Yoshio Harada, Mikako Ichikawa, Kunihiko Iida

Laufzeit der deutschen DVD: 131:33 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: Jan. 2021

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von I-On New Media vor = gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs, Uncut. Eine Blu-Ray scheint es bis dato nicht zu geben (Stand: Jan. 2021).

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Update

Neue Reviews

 

Heute gibt es die letzten Reviews im aktuellen (Corona)Jahr! Ab 01.01.21 folgt der Japanuary = jeden Tag ein Review zu einem japanishen Film. Dieser wird sogar noch Anfang Feb. weiter geführt, da ich ca. 34 Filme aus Japan schauen werde...

Dafür gibt es heute statt die regulären vier gleich acht Reviews zu lesen:-)

 

 
 
 
 
- Karma 
 
 
 
 

In the Line of Duty III Review

In the Line of Duty III

Story:

Die HKer (Cynthia Khan, Paul Chun Pui, Law Ching-Ho) und die jap. Polizei (Fujioka Hiroshi) sind in HK hinter jap. Gangstern (Stuart Ong, Nishiwaki Michiko, Dick Wei) her…

Meine Meinung:

Auch der dritte Teil nach Royal Warriors und Police Assassins der In the Line of Duty Reihe rockt derbe, auch wenn Star Michelle Yeoh durch Cynthia Khan (Pink Bomb, Ultimate Revenge, Three-Head Monster, Tiger Cage 2) ersetzt würde. Und sie macht ihren Job sehr gut, so dass sie eine würdige Nachfolgerin von Michelle Yeoh abgibt. Daher überrascht es nicht, dass der Film die Klasse der beiden Vorgänger zu halten vermag.

Ansonsten ist inhaltlich alles beim Alten: Cops Vs. Gangster. Erneut kommt ein Japaner vor (Fujioka Hiroshi) und erneut kommen Tragödien und Racheakte vor. Also wirklich nichts Neues aber das erwartet der Fan solcher Filme auch nicht. Was zählt sich tolle Action-Szenen, und davon gibt es in In the Line of Duty III genug. Nebst blutigen Shoot-Outs, toten Zivilisten, harten Stunts überzeugt der Film vor allem durch sehenswerte Kampfszenen.

Die Ästhetik derselben und/oder eine schicke Choreographie sind hier nicht das primäre Ziel: der Film ist zu 90% humorlos und ernst in Szene gesetzt. Dies widerspiegelt sich auch in den Actionszenen: die Kampfszenen sind blutig, derb, brutal und schmerzhaft in Szene gesetzt, so z.B. das harte Finale oder spezifisch die Kampfszene von Stuart Ong gegen Stuart Ong. Da kommen nicht selten Stangen, Harpunen oder Bohrer zum Einsatz…

Was Humor angeht gibt es nur zwei Ausnahmen: die komischen Gastauftritte von Eric Tsang (The Romancing Star, Deadly Chase for Justice, By Hook or by Crook) und Richard Ng (Excuse Me, Please, Slickers Vs Killers, From Here to Prosperity) sowie die Restaurant/Bar-Szene zwischen Melvin Wong (Behind the Storm, Heart of Danger, Ghost Nursing) und Sandra Ng (Gameboy Kids, Raid on Royal Casino Marine, Funny Ghost). Ansonsten: düster und ernst!

Nebst den Helden haben mir vor allem die Bösewichte gefallen: Dick Wei (Bloody Brotherhood, City Warriors, Chinatown Kid), Stuart Ong (Indecent Beast, That’s Money, Satanic Crystals) und die Japanerin Nishiwaki Michiko (Widow Warriors, The Dragon Fighter, King of Gambler). Machen alle drei einen tollen Job. Ich finde es sehr schade, dass Stuart Ong nicht mehr solcher Rollen gespielt hat (das gleiche gilt für Melvin Wong mit Rollen à la Above the Law). Beide sind von der Statur her perfekt für solche Rollen als kampferfahrene Mörder und Bösewichte.

Die Action besorgte der Yuen Clan (teilten sich auch einen Regieposten nebst Arthur Wong) und in weiteren Rollen sind zu sehen: Paul Chun (China Strike Force), Stanley Fung (Armageddon), Robin Shou (The Cyprus Tigers) ohne Kampfszene als Bodyguard, Gweilo Stephen Berwick (Tiger Cage) und fast am meisten Freude nebst den Bösewichten und Cynthia Khan hatte ich als Shaw Brothers Fan an Yueh Hua (Schweig oder stirb, The Green Dragon Inn, The Imp) als japanischer Modedesigner Yamamoto in einer grossen Nebenrolle! Sehr cool!

Fazit: Braucht sich nicht hinter den Vorgänger zu verstecken und ist, wie die ganze Reihe, uneingeschränkt zu empfehlen! Klarer Must See Titel!

Gefolgt von: In the Line of Duty 4

Infos:

O: Huang jia shi jie zhi III: Ci xiong da dao

HK 1988

R: Arthur Wong, Brandy Yuen Jan-Yeung

D: Cynthia Khan, Paul Chun Pui, Fujioka Hiroshi, Stuart Ong, Nishiwaki Michiko, Dick Wei, Yueh Hua, Melvin Wong, Stanley Fung, Eric Tsang, Richard Ng, Sandra Ng, Stephen Berwick, Robin Shou, Law Ching-Ho

Laufzeit der HK-DVD: 80:06 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 03.11.20

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus HK von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild und Tonqualität. Gibt es in Deutsch nur von Splendid auf DVD = nicht zu empfehlen da nur Deutsch und nur Vollbild. Es scheint noch keine Blu-Ray zu geben (Stand: Nov. 2020). Nachtrag 21.03.24: Inzwischen ist der Film in mehreren Ländern auf Blu-Ray raus. Mir lag die deutsche Blu-Ray von Cargo Records / Mr. Banker Films / Fortune Star vor = Mediabook mit Booklet, DVD/Blu-Ray. Der Film ist Uncut und das neue Master ist mehr oder weniger hervorragend. Vielleicht leicht zu dunkel und in einigen Szenen empfand ich die Hintergrundmusik als zu leise (bei Melvin Wongs und Sandra Ngs amüsantem Bar-Zusammentreffen), aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Ansonsten um Welten besser als bei der alten HK-DVD, welche ich längst verkauft oder entsorgt habe. O-Ton und Subs gibt es auch.