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Sonntag, 18. September 2022

New York Ninja Review


New York Ninja

Story:

 

Nachdem Johns (John Liu) schwangere Ehefrau (Nita Liu) in New York getötet wurde, zieht John als Ninja los, um den Tod seiner Frau zu rächen…

 

Meine Meinung:

 

New York Ninja ist ein in 1984 nie fertig gestellter Film von und mit John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen). Er spielt nicht nur die Hauptrolle, sondern war auch Action-Choreograph und seine Ehefrau (Nita Liu) spielt auch im Film seine Ehefrau. Aufgrund finanzieller Probleme wurde der Film nie fertig gestellt bzw. erst im Jahr 2021 durch Vinegar Syndrome zusammengeschnitten, synchronisiert und fertig gestellt. Als Sprecher fungieren Genre-Namen wie Don Wilson, Michael Berryman (The Hills Have Eyes, Cut and Run), Linnea Quigley (The Return of the Living Dead) oder Cynthia Rothrock (Prince of the Sun).

 

Am Ende seiner Filmkarriere zog es John Liu nach Europa: dort drehte er in Paris Fausthieb des Todes. Danach folgte In den Klauen des C.I.A., der auch wieder in Paris spielt. Abgeschlossen wird seine Auslandskarriere durch Dragon Blood, in Spanien gedreht (Anmerkung: muss ich noch auf Wunschliste setzen!). John Liu gründete dazu die John Liu's Film Corp. Er schien auf den Geschmack gekommen zu sein. Das Ziel war: New York Ninja. Ein Selbstjustiz-Actionfilm um einen Ninja in bester Death Wish Manier.

 

Ist New York Ninja ein guter Film? Nicht wirklich. New York Ninja ist purer Trash. Wer schicke Martial Arts, Kampf-Choreographien oder blutige Selbstjustiz-Action erwartet, dürfte schwer enttäuscht werden. John Liu hin oder her. Der Film ist, sicher mehr ungewollt als gewollt, purer Trash und unglaublich billig. Aber so billig und viel mit Herz versehen, dass der Film doch irgendwie Spass macht und unterhält. Der Film wirkt wie ein Sightseeing Film. Wenn New York Ninja ein Fussballspiel wäre, würde ich von einem Trainings- oder Freundschaftsspiel sprechen. So als Vergleich, um den Film qualitativ einzuordnen.

 

John Liu Fans werden so oder so zugreifen. Wo der Film punktet ist die New York Kulisse. Teilweise hat man fast das Gefühl, einen billigen Superhelden-Film zu sehen. Etwas Sleaze gibt es zu sehen. Aber Gore darf nicht erwartet werden. Die Kampfszenen sind sehr langsam und billig. Dafür gibt es paar abgefahrene Ideen und sogar eine "Drunken Kampfszene" (als Hommage). Wo der Film punktet ist die Musik: das war das Beste am Film! Die Bösewichte sind purer Abschaum und erinnern an Troma Produktionen oder an das Gesindel aus Death Wish.

 

Fazit: Nur für Trash- und ultimative John Liu Fans interessant!

 

Infos:

 

O: New York Ninja

 

USA 2021

 

R: John Liu, Kurtis Spieler

 

D: John Liu, Nita Liu, Adrienne Meltzer, Sharon Mitchell, Robert Turano, Richard Buckingham Clark

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 93 Min.

 

Gesehen am: 17.09.22

 

Fassungen: Mir lag de US-Blu Ray von Vinegar Syndrome vor = Doppel Disc, Booklet, Spezialpackung, Englischer O-Ton, englische Subs, exklusive Extras. Tolles Set. Bild- und Tonqualität sind der Wahnsinn! Absolut hervorragend! Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Sept. 2022).

Samstag, 17. September 2022

Stirb langsam Review

Stirb langsam

Story:

Zur falschen Zeit am falschen Ort:

Ein New Yorker Cop (Bruce Willis) kämpft in Kalifornien, wo er seine Frau (Bonnie Bedelia) besucht, im Nakatomi Plaza gegen Gangster (Alan Rickman, Alexander Godunov, Bruno Doyon, Andreas Wisniewski, Joseph Plewa, Clarence Gilyard Jr., Lorenzo Caccialanza, Gérard Bonn, Al Leong)…

Meine Meinung:

Stirb langsam ist nahezu perfektes Actionkino aus den 80ern, ein Klassiker des Actionfilmes und eines der besten Arbeiten von John McTiernan (Nomads, Predator) und von Bruce Willis (Last Boy Scout, Death Wish). Letzterem gelang damit der Erfolg zum Weltstar. Warum John McTiernan nicht mehr Filme als Regisseur drehte, ist mir unbekannt. Er sollte später noch die 2. Fortsetzung zur Reihe beitragen.

Zwar wurde auch diese Filmreihe zu sehr ausgemerzt (es lohnen eigentlich nur die ersten drei Teile, die Fortsetzungen danach können ignoriert werden), aber Stirb langsam ist ein fantastischer Film, in dem auch viel Nostalgie mitschwinkt. Zwar habe ich den Film dazumal nicht im Kino gesehen (ich kam erst 1985 auf die Welt), aber als Kind/Jugendlicher im TV mit den "Eltern". Und zwar fast immer zu Weihnachten. Nicht umsonst gilt der Film (zusammen mit dem 2. Teil) als typischer Weihnachtsfilm.

Was mir an Stirb langsam nebst der Action so gut gefällt sind die Figuren und der Plot. Richtig: in Stirb langsam wird ein interessanter und spannender Plot erzählt. Es gibt nicht nur eine Aneinanderreihung von Action, sondern das Drehbuch nimmt sich für die Handlung, dessen Verlauf und die Figuren Zeit und charakterisiert diese auch. Das hebt den Film gekonnt von anderen Actionfilmen ab.

Bruce Willis mimt den ultracoolen Helden mit lockeren Sprüchen auf der Lippe gekonnt, so dass es nicht überrascht, dass er danach zum gefragten Hollywood Star wurde (Pulp Fiction, Das Fünfte Element, Sin City). Im Vergleich zu anderen Actionhelden wirkt seine Figur verletzlich, was im Film mehr als nur einmal dargestellt wird (blutige Füsse, muss viel einstecken etc.). Das sorgt für eine gewisse Spannung und für Realismus. Aber auch die anderen Figuren sind gut (Ehefrau, der Fahrer, die Bösewichte). Vor allem Alan Rickman ist sehr charismatisch und spielt stark. Ausgeglichen: toller Held, toller Bösewicht.

Dem Film lag ein ordentliches Budget zur Verfügung. Damit meine ich: tolle Dialoge, originelles Drehbuch, schön & vor allem übersichtlich gefilmt, spektakuläre Action und viel Abwechslung. Es gibt blutige Shoot-Outs, Stunts, Kampfszenen, Explosionen etc. Und alles ist absolut auf höchstem Niveau realisiert und in Szene gesetzt. Ein Fest, wenn man mit heutigen CGI-Effekten vergleicht. Das heutige Actionkino wird das nie ersetzen oder übertrumpfen können. Die Detailverliebtheit in den Actionszenen (Settings, Gegenstände, Kombination mit Stunts) ist der Wahnsinn!

Fazit: Must See Titel für jeden Actionfan!

Gefolgt von: Stirb langsam 2

Infos:

O: Die Hard

USA 1988

R: John McTiernan

D: Bruce Willis, Bonnie Bedelia, Alan Rickman, Reginald VelJohnson, De'voreaux White, Hart Bochner, Alexander Godunov, James Shigeta, Bruno Doyon, Andreas Wisniewski, Joseph Plewa, Clarence Gilyard Jr., Lorenzo Caccialanza, Gérard Bonn, Al Leong

Laufzeit der deutschen DVD: 126:49 Min.

Neusichtung am: 16.09.22

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von 20th Century Fox vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro sehr gut, wenn natürlich auch verändert im Gegensatz zum O-Ton = Nationalität der Terroristen), sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.  

Donnerstag, 15. September 2022

The Seventh Curse Review

The Seventh Curse

Story:

 

Dr. Yuan Chen (Chin Siu-Ho) und Co. (Chui Sau-Lai, Maggie Cheung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Sibelle Hu) legen sich in Thailand mit einem Wurm-Sekten Cult (u.a. Elvis Tsui) an…

 

Meine Meinung:

 

The Seventh Curse sah ich seit gut 10-15 Jahren nicht mehr, würde ich meinen. Daher wirkte die Neusichtung auch wie eine Erstsichtung. Als 88 Films die Blu-Ray angekündigt hat, habe ich eine mögliche Neusichtung als HK oder griechische DVD aufgeschoben. Ich dachte mir: den guckst du dann restauriert und in einer würdigen Qualität! Weil: tolle Effekte! Das bleib mir in Erinnerung! Mehr nicht…

 

The Seventh Curse gehört zur Wisely Reihe. Filme um Abenteurer Wisely. Geschichten von Autor Ni Kuang, der dieses Jahr verstorben ist. Unter anderem gehört auch The Cat zur Reihe, auch wenn die Filme nicht zusammenhängende Geschichte erzählen. Konnte mich auch The Cat nach Neusichtung sehr überzeugen, so war dies auch bei The Seventh Curse der Fall, auch wenn am Film nicht alles perfekt ist.

 

Abstriche müssen bei Lead Chin Siu-Ho (Love Me Vampire) gemacht werden. Er hat einfach wenig Charisma. Da wäre eine andere Besetzung wünschenswerter gewesen. Schade fand ich, dass die ganzen Shaw Brothers Stars um Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles), Kara Hui (Madam City Hunter), Derek Yee (Shaolin Prince) und Wong Yu (Rendezvous with Death) nur Mini-Auftritte bekommen haben. Nur Johnny Wang Lung-Wei (Martial Club) sticht mit einer längeren (Kampf)Szene gegen Chin Siu-Ho hervor. Regie führte, wie schon in The Cat, Nam Nai-Choi (Story of Ricky).

 

Auch die Rahmenhandlung à la Dr. Wai in the Scriptures with No Words am Anfang und Ende mit Gast-Auftritten von Chow Yun-Fat (The Killer), Ni Kuang, Chor Yuen (The Convict Killer) und Wong Jing (Magic Crystal) hätte man weglassen können (in der Englischen Version ja auch so geschehen). Die Szenen sind Zeitverschwendung und wirken unpassend. Wong Jing nervt. Chow Yun-Fats Bazooka Cameo im Finale hätte man sich auch sparen können. Aber eben, er war nach A Better Tomorrow ein Star, daher verzichtet man nicht auf einen solchen Namen…

 

Überzeugt haben mich hingegen Elvis Tsui (Butterfly Sword), Maggie Cheung (The Romancing Star), Dick Wei (City Warriors) und Sibelle Hu (Crystal Hunt) in einer ungewohnten Rolle. Und natürlich das abgefahrene Thailand- und Abenteuer-Setting. Nebst soliden Kampfszenen von Dick Wei und Chin Siu-Ho überzeugt der Film vor allem durch seine Exotik. Nebst einer (eigentlich total unnötigen) Nacktszene sind es vor allem die charmanten, fantasievollen, blutigen und gut getricksten Masken und Monster, die überzeugen. Die Effekte-Kreationen (Maden, Wurm-Monster, Splatter) sind die wahren Helden und Stars des Filmes! Die Effekten erinnern ans japanische Kino und zumindest laut imdb war auch ein Japaner für die Effekte zuständig: Keizô Murase (The Mighty Peking Man, The Snake Prince, Yokai Monsters: 100 Monsters, Matango, Mothra)!

 

Fazit: Wer das Mitte der 80er bis Mitte 90er Jahre HK-Kino liebt, kommt um den kurzweiligen, Effekte geladenen und sehenswerten The Seventh Curse nicht herum!

 

Gefolgt von: The Legend of Wisely

 

Infos:

 

O: Yuan zhen xia yu Wei Si Li

 

HK 1986

 

R: Nam Nai-Choi

 

D: Chin Siu-Ho, Elvis Tsui, Chui Sau-Lai, Maggie Cheung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Sibelle Hu, Chor Yuen, Ni Kuang, Wong Jing, Yasuaki Kurata, Kara Hui, Wong Yu, Derek Yee, Johnny Wang Lung-Wei

 

Laufzeit der UK-Blu: Ca. 83 Min.

 

Neusichtung am: 12.09.22

 

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von 88 Films vor = Schuber, Booklet (ca. 70 Seiten), neues Master, zwei Fassungen, O-Ton, englische Subs, viele Extras (u.a. zweistündiges Interview mit Chin Siu-Ho). Die Bildqualität ist gut und sicher besser als bei früheren Fassungen, aber phasenweise in 2-3 Szenen zu dunkel für meinen Geschmack. Das scheint aber am Ausgangsmaterial zu liegen und nicht an der Restauration an sich. In Deutschland (nur auf DVD) von Laser Paradise zu haben (Deutsch/Canto, deutsche Subs, Uncut).