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Montag, 21. November 2022

Nudo e crudele Review


Nudo e crudele

Inhalt inklusive meiner Meinung:

 

Nach dem Erfolg von Mondo Cane waren Mondos, vor allem in Italien, weit verbreitet (Africa Addio, Savana Violenta, Mondo cane oggi - l'orrore continua). Zwar, wie auch der Ital. Kannibalen (Cannibal Ferox) oder Naziploitation-Film (Gestapo’s Last Orgy), nur kurzlebig, aber der Erfolg blieb auch in den USA nicht unbemerkt (Ilsa She Wolf of the SS, Gesichter des Todes). Nudo e crudele aka Naked and Cruel ist ein relativ unbekannter, Mitte 80er Jahre Mondo von Bitto Albertini.

 

Zu Ehren des Italienischen Sängers Nico Fidenco, der am 19.11.22 verstarb, wurde dieser Mondo auserwählt, ihm zu Ehren gesichtet zu werden. Warum ausgerechnet diesen Mondo? Einerseits weil verfügbar (Youtube), auf der anderen Seite deshalb, da andere Filme mit seinen (Musik)Inhalten schon auf dem Blog besprochen wurden (Once Upon a Time In... Hollywood, Emanuelle in America, Emanuelle and the Last Cannibals, Zombies unter Kannibalen).

 

Ich war gespannt drauf, den Mondo mit Musik von Nico Fidenco zu sehen. Es gibt auch andere Mondos, dessen Songs gefallen, z.B. Oh My Love von Riz Ortolani in Goodbye Uncle Tom, My Love von Ann Collin in Ultime grida dalla savana, When A Child Is Born von Soleado in Magia Nuda. Sollte sich Nudo e crudele in diese Mondos einreihen? Jein lautet die Antwort! Ja, Nico Fidenco, der im Vorspann des Filmes erwähnt wird, dessen Musik ist mehrheitlich in Nudo e crudele zu hören. Dabei handelt es sich aber um dessen Make Love on the Wing aus Emanuelle and the Last Cannibals. Quasi Dauerschleife und qualitativ am besten im Finale zu hören.

 

Nudo e crudele ist relativ harmlos, sehr zusammengeklaut und wartet auch mit viel Fake-Szenen auf. Inhalte sind viele Szenen aus asiatischen Ländern, Sex-Shops, Transvestiten, Geschlechtsumwandlungen, Jagd-Szenen, Geburten, Schlange Vs. Hasen, Schlangen-Spaghetti etc. Die Szenen-Reihenfolge ist ohne Sinn und Verstand, was daran liegt, dass einfach von überall Szenen gesammelt wurden. Laut imdb sind auch Szenen aus Gesichter des Todes dabei (mir nicht aufgefallen). Zum Sprecher kann ich nichts sagen, da die Ital. Ausgabe gesehen.

 

Fazit: Kein Kracher und daher nur für Mondo-Fans interessant aber ebenso für einen anspruchslosen Trash-Abend, da das Ding mehr unfreiwillig Spass macht, statt mit derbem Inhalt zu schocken…

 

Infos:

 

O: Nudo e crudele

 

Italien 1984

 

R: Bitto Albertini

 

D (Sprecher): Anthony La Penna, Romano Malaspina

 

Laufzeit der Online Fassung: 92:07 Min.

 

Gesehen am: 20.11.22

 

Fassungen: Gesehen in der Ital. Originalfassung auf Youtube. Der Film lief auch schon Uncut im Ital. Free-TV. In Italien ist der Film auch auf DVD erschienen (ab 14 Jahren freigegeben, ohne englische Subs). In China gibt es eine VCD mit Englischem Sprecher und chinesischen Subs. Es soll sich um eine Raubkopie handeln. In Deutschland oder auf Blu-Ray nie erschienen (Stand: Nov. 2022).

Karato - Der Knochenbrecher aus Singapur

Karato - Der Knochenbrecher aus Singapur

Story:

 

Zwei Agenten (Wilson Tong und Kao Chiang) nehmen den Kampf gegen eine Drogen- und Gangsterbande (u.a. Sammo Hung) auf…

 

Meine Meinung:

 

Aka The Life for Sale, HK 1973. Der Film von Lo Kei (Bruce Lee The Invincible) geht gut ab und hat mir gefallen. Laut hkmdb führte zudem Koreaner Kim Si-Hyeon (Treasure Castle) Regie. Es war schön, Mal ein solchen Streifen im modernen Setting zu sehen. Der Film ist selten und vor allem den Deutschen ist es zu verdanken, dass der Film für die Nachwelt gerettet wurde.

 

Erzählt wird eine Agenten-Story. In ein-zwei Szenen erinnert der Film an einen James Bond Plot, wenn z.B. die weibliche Killerin dem Feind verfällt und sie ihn daher nicht töten kann. Ansonsten gibt es 1-2 Twists aber wenig Originalität, die aber auch weder gesucht noch erwartet werden. Was es in dem kurzweiligen Film (in der Langfassung nur 80 Minuten) vor allem zu sehen gibt: Kung Fu Kämpfe!

 

Ich würde behaupten, dass etwa 80% des Plots aus Kampfszenen bestehen. Diese sind besser choreographiert als erwartet. Vor allem im Finale gibt es einige sehr schöne Duelle am Strand, in denen Kao Chiang (Dragon Fist), Wilson Tong (Daggers 8, Dirty Ho) oder der "Endboss" zu überzeugen vermögen. Dabei geht es dann auch Mal hier und da härter zur Sache. So erstaunt es nicht, dass der Film früher zur VHS-Zeiten zensiert wurde.

 

Für die Kampfszenen zeigte sich Sammo Hung (Pantyhose Hero) zuständig. Er spielt ihm Film auch mit: einen der Handlanger der Gangster. Nicht den Oberboss, aber doch mehr als nur ein Gastauftritt. Und bereits hier darf sich Sammo Hung z.B. "Dicker" nennen lassen. Die deutsche Synchronisation wertet den Film zusätzlich auf. Kao Chiang war stark, von Wilson Tong war ich überrascht. Teilweise wirkt er fast mehr als Hauptperson und Held statt Kao Chiang als Karato. Abgerundet wird der Film mit cooler Musik und einer gesunden Portion Sleaze und Schmuddel.

 

Fazit: Für Kung-Fu-Film-Fans alter Schule klar zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Mai Ming

 

HK 1973

 

R: Lo Kei

 

D: Kao Chiang, Wilson Tong, Sammo Hung, Chiu Hung, Lee Jan-Jan, Cai Wen-Feng, Lam Ying-Kit

 

Laufzeit der deutschen DVD: 80:44 Min.

 

Gesehen am: 20.10.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Savoy Film vor = Zensierte deutsche Fassung und eine Langfassung, die leider doch nicht ganz Uncut ist. Es soll ein Mord fehlen im Finale. Soll in der Super8-Fassug aus Deutschland komplett zu sehen sein. Macht ca. sieben Sekunden aus. Dennoch ist die Fassung gut schaubar da nahezu Uncut, Widescreen, tolle deutsche Sprachfassung, gute bis durchschnittliche (Nachtszenen) Bildqualität. O-Ton gibt es nicht. Eine O-Ton Fassung ist mir nicht bekannt.

Sonntag, 20. November 2022

Aliens - Die Rückkehr Review

Aliens - Die Rückkehr

Story:

 

Ripley (Sigourney Weaver) kehrt zusammen mit einem (Militär)Team (u.a. Michael Biehn, Paul Reiser, Lance Henriksen, Bill Paxton, Jenette Goldstein, Al Matthews) zum Ort des Schreckens (aus Alien) zurück. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung (DC-Fassung):

 

Nach dem Welterfolg von Alien war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Mitte der 80er Jahre waren die technischen Mittel ausgereifter und besser, also nahm sich James Cameron, der zwei Jahre zuvor mit The Terminator einen Sci-Fi-Actionhit erster Güte auf die Leinwand brachte, dem Projekt an. Erneut mit Erfolg: der Film wurde zum Hit und James Cameron damit zum gefeierten Regisseur, der spätere weitere kommerzielle Hits landen sollte (The Abyss, Terminator 2: Judgment Day, True Lies, Titanic, Avatar).

 

Ich halte James Cameron zwar für überbewertet, aber Aliens zähle ich definitiv zusammen mit The Terminator und Piranha Part Two: The Spawning zu seinen besten Filmen. Wer den ersten Teil mochte, wird auch den 2. mögen. Jedoch gefiel mir persönliche Alien aus zwei Gründen noch etwas besser als Camerons Fortsetzung. Alien war ein Mix aus Horror und Sci-Fi. Schön unheimlich. Die Fortsetzung verlässt den Horrorbereich und geht mehr Richtung Sci Fi und Action. Und das Horrorgenre ist mir halt lieber.

 

Der zweite Punkt ist die Laufzeit: mit fast 150 Minuten Laufzeit empfand ich den Film als einen Tick zu lang. Ich werde in Zukunft sicher Mal die Kinofassung testen, da diese kürzer läuft, auch wenn Cameron den längeren Director's Cut bevorzugt. Der Cast in Aliens ist stark. Sigourney Weaver wurde damit zur actiongeladenen Amazone und aus The Terminator kehrten erneut für Cameron Michael Biehn, Lance Henriksen (House III, Harte Ziele) und Stan Winston zurück. Das Kind nervt nicht, die Nebenfiguren sind super gecastet und auch eine Katze kommt vor.

 

Die Action- und Alien-Sequenzen sind der Wahnsinn! Das Budget sieht man dem Film zu jeder Sekunde an. Gab es im Vorgänger ein Alien, sind es hier unzählige Aliens, Facehugger, Eier, infizierte Leichen und am Ende wartet der Film mit einer Überraschung, nämlich der Alien-Königin auf = geniale Effekte! Das Finale wurde später in zig Filmen als Vorlage gebraucht und teilweise schamlos kopiert (Carnosaurus 2). Man kann Cameron vorwerfen was man will, aber eins kann er: tolle Action! Interessanterweise gefiel mir die 1. Filmhälfte jedoch besser, da sich dort eine Art Spannung und Bedrohung entwickelt, die ab einem gewissen Zeitpunkt total flöten geht, wenn die Actionszenen zu dominieren beginnen…

 

Fazit: Sci-Fi-Actionklassiker und einer der besten Filme von James Cameron!

 

Gefolgt von: Alien 3

 

Infos:

 

O: Aliens

 

USA, Großbritannien 1986

 

R: James Cameron

 

D: Sigourney Weaver, Michael Biehn, Paul Reiser, Lance Henriksen, Bill Paxton, Jenette Goldstein, Al Matthews, Carrie Henn

 

Laufzeit der deutschen DVD (DC): 148:06 Min.

 

Neusichtung am: 18.10.22

 

Fassungen: Siehe Alien! Aliens - Die Rückkehr guckte ich heuer als Director's Cut. Es hat mind. zwei Szenen, die den Film spannender machen und/oder mehr Effekte zeigen. Ansonsten hätte es die Zusatzszenen (insgesamt ca. 16 Minuten) nicht gebraucht. Vielleicht gucke ich nächstes Mal doch Mal die Kinofassung. Die Bild- und Tonqualität waren gut.