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Donnerstag, 22. Oktober 2020

The Imp Review

Horroktober 2020

The Imp

Story:

Keung (Charlie Chin Chiang-Lin) beginnt als Nachtwächter einen neuen Job in einem kleinen Team (Kent Cheng Jak-Si, Wong Ching, Chan Shen). Kurze Zeit später häufen sich mysteriöse Vorkommnisse und Todesfälle. Auch Keungs schwangere Ehefrau (Dorothy Yu Yee-Ha) verändert sich – ob es damit zu tun hat? Ein Priester (Yueh Hua) beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

The Imp ist düsterer und humorloser Anfang 80er Jahre Horror aus Hong Kong, der an einem Asian Film Festival für die Spezialeffekte einen Preis gewann.  Das Cover ziert den Spruch, dass es sich um den besten Horrorfilm in der Geschichte des Hong Kong Kinos handelt. Dies ist selbstverständlich übertrieben.

Es gibt jede Menge andere HK-Horrorfilme, die mir mehr zu sagen: The Black Magic 1 + 2, Red Spell Spells Red, The Accident, Blood Ritual, The Boxer’s Omen, Seeding of a Ghost, The Rape After, Curse of Evil, Devil Fetus, Spirit of the Raped etc.

Dennoch ist The Imp jedem HK-Horrorfilm-Fan zu empfehlen. Ich empfand den Film als leicht besser als bei Erstsichtung. Längen gab es meiner Meinung nach neu nur noch im Mittelteil. Ggf. hätte die Laufzeit etwas kürzer ausfallen dürfen.

Der Film ist auch für westliche Zuschauer geeignet, da auf sonderbaren Klamauk und Humor verzichtet wird. Der Film erinnert mehr an westliche Filme (Das Omen etc.), auch wenn der Film genug Eigenständigkeit beweist und asiatische Folklore einfliessen lässt (Geister, Beschwörungen, Besessenheit, Feng Shui, Priester…). Das Ende erinnert an Filme wie Friday the 13th oder Zuma.

Optisch ist der Film gelungen und es gibt einige hübsch unheimliche und stimmungsvolle Momente. Effekte-Szenen hätte es für meinen Geschmack mehr geben dürfen. Freude hatte ich am Cast: nebst dem sympathischen Lead (Charlie Chin Chiang-Lin) hat Regisseur Dennis Yu (The Beasts) auf ehemalige Shaw Brothers Stars zurückgegriffen:

Chan Shen (Abbot of Shaolin), Wang Chung (The Delinquent), Wong Ching (Mobfix Patrol) oder Yueh Hua (Schweig oder stirb, The Green Dragon Inn). Aus The Beasts kehrte zudem (nebst Wong Ching) noch Fatty Kent Cheng (Run and Kill) zurück. Daran hatte ich als Shaw Brothers Fan selbstverständlich Freude.

Fazit: Für HK-Film-Fans klar zu empfehlen!

Achtung: Es besteht Verwechslungsgefahr mit The Imp von 1996 (auch aus Hong Kong)!

Infos:

O: Hung Bong

HK 1981

R: Dennis Yu Wan-Kwong

D: Charlie Chin Chiang-Lin, Kent Cheng Jak-Si, Wong Ching, Chan Shen, Dorothy Yu Yee-Ha, Yueh Hua, Wang Chung

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Dez. 2009 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD von Mei Ah vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung zum Film (Stand: Okt. 2020).

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Hardware


Horroktober 2020

Hardware

Story:

In einer futuristischen Zukunft: Jill (Stacey Travis) bekommt von ihrem Freund Moses (Dylan McDermott) einen Roboter-Kopf geschenkt. Dumm nur, dass dieser ein Überbleibsel eines strenggeheimen Militärprojektes war – MARK 13 – einer tödlichen Waffe mit künstlicher Intelligenz, die nun im Apartment von Jill ein tödliches Eigenleben entwickelt…

Meine Meinung:

Vor elf Jahren zwischen einem dicht gestaffelten NIFFF Programm gesehen und als ok abgetan, gefiel mir Hardware aktuell, nun fast wie eine Neusichtung wirkend, deutlich besser. Der Film vom Dust Devil Regisseur Richard Stanley (Color Out of Space) gefällt durch einen originellen Inhalt und die schräge Art und Weise der Umsetzung.

In einer futuristischen Endzeit-Storyline geht es um einen Killerroboter, der Angst und Schrecken verbreitet. Ziel: Jill, die zudem von einem unheimlichen Nachbar und Voyeur belästigt wird. Ich wusste nur noch wenig seit der letzten (und einmaligen) Sichtung 2009, aber ich wusste, dass der Film einen langsamen Aufbau pflegt.

Dies empfand ich nun nicht mehr als störend. Im Gegenteil: es wird eine schräge Stimmung geschaffen und das Unheil nimmt langsam seinen Lauf. Der Film ist optisch eine Wucht und das Endzeit-Setting und die futuristische Eirichtung von Jills Wohnung kommt dem Film optisch wie auch audiovisuell gut zu stehen.

Richard Stanley, der in seiner Karriere auch mit diversen Bands zusammen gearbeitet hat, liess dies auch in Hardware einfliessen (Wahl der Songs) und bot einigen bekannten Namen Gastauftritte: Iggy Pop, Lemmy (der auch oft in Troma Produktionen zu sehen war), Carl McCoy.

Die 2. Filmhälfte ist mörderisch spannend. Zusammen mit dem tollen Schauspiel der Stars, der Optik sind es dann auch die Effekte, die zu überzeuge vermögen. Speziell der Mark 13 Roboter ist toll getrickst und richtig fies, eindrücklich und unheimlich. 

Dazu kommen 2-3 unerwartet blutige und originelle Tötungsszenen, dessen Effekte stark in Szene gesetzt wurden. Bob Keen (Nightbreed, The Unholy) war daran beteiligt. Das Warten darauf lohnt sich.

Fazit: Aktuell kann ich den Kult um Richard Stanley und seine Filme gut nachvollziehen! Eigentlich ein Grund, bald auch Dust Devil Mal wieder in den Player zu werfen! Hardware gefiel mir klar besser als früher = erfuhr eine klare Aufwertung bei Neusichtung! Sicher nebst The Terminator einer der besten Filme mit einem Killer-Roboter…

Infos:

O: Hardware

Großbritannien, USA 1990

R: Richard Stanley

D: Dylan McDermott, Stacey Travis, John Lynch, William Hootkins, Carl McCoy

Laufzeit der UK-DVD: 90:22 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / Review überarbeitet am: Okt 2020 / Sichtung der australischen UHD: 19.06.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Optimum Home / MGM vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, exklusive Extras, O-Ton aber keine Subs dazu. Wer eine Blu-Ray möchte sollte zur Ausgabe aus Österreich (Koch Media) oder den USA (Ronin Flix) greifen. Nachtrag Juni 2026: Um eine Version mit englischen Subs zu besitzen, habe ich zu der inzwischen veröffentlichten australischen Blu-Ray und UHD-Fassung von Umbrella gegriffen. Die Fassung kommt mit Schuber, restauriert, mit englischen Untertiteln und jede Menge Extras daher. Ich sah mir den Film in der UHD-Fassung an. Ich fand das Bild hier und da etwas zu dunkel. Ob es am Medium UHD liegt oder daran, dass ich einen alten Plasma-TV habe, ist mir nicht bekannt. Es dürfte spannend sein, in Zukunft die Blu-Ray damit zu vergleichen. Wo die Edition hingegen extrem toll war, war die Musik. Die Vertonung war stark. Der Film gefiel mir nach wie vor gut. Es handelt sich definitiv um den besten Film von Richard Stanley. 

Dienstag, 20. Oktober 2020

The Devil Review

Horroktober 2020

The Devil

Story:

Wang Pao-Yu und Sherman Chow Shiu-Dung heiraten. Sherman Chow Shiu-Dung ist jedoch ein Gangster und Betrüger, der es nur auf das Hotel von Wang Pao-Yu und dessen Familie (Chen Hung-Lieh, Yuan Shen) abgesehen hat. Dazu kommt, dass er von einem Geist (Chan Mei-Hua) einer Frau, die er getötet hat, verfolgt wird…

Meine Meinung:

The Devil ist ein seltener und obskurer Film aus Taiwan. Oft als Würmer-Horror beschrieben folgt er anderen Vertretern seiner Art und es gibt schwarze Magie, Flüche und Ekel-Szenen zu sehen. Am meisten erinnert der Film an Centipede Horror, da auch echte Tiere ausgespuckt / erbrochen werden (Centipede, Schlangen, Maden/Spulwürmer, Würmer, Aale?) plus für Rituale gebraucht werden (leider auch Tiersnuff: eine Schlange wird gemörsert!).

Der Film hat einen legendären Ruf bei Fans, da selten. Dies ist nun nicht mehr der Fall, da es den Film nun sogar, und damit hätte ich nie gerechnet, auf Blu-Ray gibt! The Devil hat mir heute besser gefallen als früher. Der Film ist ein Mix aus Horror und Drama. Früher fand ich den Mittelteil zu lahm, aktuell gefielen mir auch diese Szenen.

Dazu wird eine Rache-Geister-Geschichte konstruiert, im asiatischen und vor allem taiwanesischen Ghost Film aus der Zeit immer gerne gesehen. So graphisch, eklig und blutig wie in The Devil sind die Umsetzungen meist selten. Der Film ist technisch gut gemacht und nebst Effekten und mutigen Leistungen der (armen) Darsteller, die teilweise minutenlang irgendwelches Krabbel-Vieh ausspucken / im Mund behalten müssen, hat auch der Inhalt überzeugt.

Sherman Chow Shiu-Dung gibt einen wunderbar wandelhaften Fiesling ab. Ein echtes Ekel und Arsch, der am Ende das bekommt, was er verdient. Als Shaw Brothers Fan hatte ich Freude an Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel) und Regie führte Chang Jen-Chieh, der einige sehenswerte Filme auf die Leinwand gebracht hat (The Eighteen Jade Arhats, The Witch with Flying Head, Wonderful Killer). Chan Mei-Hua als rächender Geist hat ebenfalls überzeugt. Nur Ou Ti, der kleine Junge, der im Film Ding Dong heisst, hat genervt.

Die Highlights sind aber die sehenswerten, schleimigen und ekelhaften Effekte und Würmer-Szenen! Wird sogar Centipede Horror nochmal überboten…

Fazit: Für Fans des obskuren Horrorkinos aus Asien (The Black Magic, Mystics in Bali, The Queen of Black Magic, Red Spell Spells Red, Calamity of Snakes, Devil Fetus, The Rape After etc.) zu empfehlen!

Infos:

O: Xie Mo

Taiwan 1981

R: Chang Jen-Chieh

D: Wang Pao-Yu, Sherman Chow Shiu-Dung, Chen Hung-Lieh, Yuan Shen, Ou Ti, Chan Mei-Hua

Laufzeit der US-Blu Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Mai 2006 / Review überarbeitet am: Okt. 2020

Fassungen: Mir lag für eine Neusichtung die neue US-Blu Ray von Massacre Video vor = Schuber, Uncut Fassung (O-Ton, englische Subs, Originalbildformat, restauriert aber mit Folgen von Schimmel, die das Master befallen hatten). Es ist eine VHS Fassung als Bonus drauf (jedoch weniger gute Bildqualität und beschnittenes Bildformat). Die Störungen, ausgelöst durch den Schimmelbefall, störten mich beim Sehen nicht. Qualitativ trotzdem die beste Version. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2020).