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Mittwoch, 5. Dezember 2018

The Last Duel Review

The Last Duel

Story:

Strassenverkäufer Alex (Alex Man Chi-Leung) wird Zeuge, wie eine Schwangere durch einen Polizeieinsatz zu Tode kommt. Doch die Polizei, vor allem Cop Karel (Karel Wong Chi-Yeung), der eigentliche «Täter», schiebt Alex die Schuld in die Schuhe, woraufhin dieser für mehrere Jahre ins Gefängnis wandert. Wieder auf freiem Fuss stellt Alex fest, dass seine Wohnung verkauft und seine Frau ihn verlassen hat. In seiner Wohnung lebt nur Rosamund (Rosamund Kwan Chi-Lam), während Alex zu seinem Bruder Dicky (Dicky Cheung Wai-Kin) inklusive dessen Freundin Joanna (Joanna Chan Pui-San) zieht – in die Wohnung neben der von Rosamund. Rosamund und Alex freunden sich an, bis Alex erkennt, dass Rosamunds Freund Karel ist…

Meine Meinung:

Actiondrama das mir gut gefallen hat. Zwar nichts Neues und gab es unzählige Streifen dieser Art und Weise in HK der damaligen Zeit (Ende 80er, Anfang 90er), doch The Last Duel kann mit genug Gemeinheiten aufwarten, die den Fan zufriedenstellen dürften. Der Film ist kein reiner Action-Film. Vor allem in der ersten Hälfte gibt es so gut wie keine Action zu sehen. Dort wird die Story erzählt, die Figuren eingeführt und wie sie im Verhältnis zueinanderstehen.

Mir gefielen diese Szenen. Von Alex Man (Framed, Edge of Darkness, Fatal Recall, Misfire, Armageddon) bin ich kein allzu grosser Freund. Hier macht er aber eine gute Figur. Das trifft auch auf den restlichen Cast zu, so dass einem die Figuren nicht egal sind und man unbedingt will, dass die Guten siegen. Dicky und seine Freundin, wie auch eine junge Rosamund Kwan (Vengeance Is Mine, Long Road to Gallantry, Tiger Cage 2, No More Love, No More Death) sind sehr sympathisch. Nur auf Tommy Wong Kwong-Leung (Trivisa, Rebel From China, Imprisoned: Survival Guide For Rich and Prodigal) trifft das weniger zu, da er nur sporadisch auftaucht. Er spielt auch nicht einen Bösewicht, sondern einen guten Cop.

Stark und widerlich, so dass man ihn als Figur wirklich hasst, war Karel Wong Chi-Yeung als böser Cop, der auch vor Mord, Erpressung, Vergewaltigung und Machtmissbrauch seiner Stelle nicht zurückschreckt. Da war ich wirklich aufs Finale gespannt: wer wird überleben, wer sterben oder sterben alle? Was Action-Szenen angehen, muss der Fan fast bis aufs Ende warten. Dort gibt es paar Schlägereien, Shoot-Outs, Auto-Crashs. Zuvor – durch den Film gibt es Foltermethoden bei der Polizei, Verfolgungsjagden, Rape und Mordszenen inklusive Schlägereien.

Fazit: wer die Filme mit Alex Man aus dieser Zeit mag sollte sich The Last Duel nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Joi Hei Fung Wan

HK 1989

R: Tommy Fan

D: Alex Man Chi-Leung, Karel Wong Chi-Yeung, Rosamund Kwan Chi-Lam, Dicky Cheung Wai-Kin, Joanna Chan Pui-San, Tommy Wong Kwong-Leung

Laufzeit der HK VCD: 96:46 Min.

Gesehen am: 24.08.18

Fassungen: Mir lag die HK VCD von Ocean Shores vor = scheinbar nur in Dialogen zensiert, während die HK LD stärker zensiert und das HK VHS in ALLEN Gewaltszenen komplett zensiert ist. Gute Bildqualität, CAT. III Freigabe (für die Mandarin Tonspur), O-Ton und englische Subs aber auch vorhanden. Es gibt keine DVD / Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2018).

Double Vision Review

Double Vision

Story:

In Taiwan, Taipei hält eine mysteriöse Mordserie die Taiwaner Polizei auf Trap und stellt diese vor Rätsel. Daher wird ein FBI Agent (David Morse) eingeflogen, der zusammen mit Polizist Huang Hu To (Tony Leung Ka-Fai) den Fall lösen soll…

Meine Meinung:

Double Vision wurde mir vom Kollegen empfohlen – zuvor habe ich von dem Film, eine Zusammenarbeit zwischen Hong Kong und Taiwan (und scheinbar auch Amerika – so wird der Film über Columbia vertrieben und es spielt auch ein US-Darsteller mit), noch nie was gehört. Der Film aus 2002, dem man Vergleiche mit Sieben nachsagen kann, hat mir sehr gut gefallen. Die Asiaten haben einige Filme im Fahrwasser von Sieben veröffentlicht (z.B. die Südkoreaner mit Tell Me Something), wobei nicht nur die Asiaten (z.B. Resurrection – Die Auferstehung).

Double Vision hat mir dabei sehr gut gefallen. Zwei ungleiche Cops (à la Buddy Movie), ein Taiwanese (gespielt von Tony Leung Ka-Fai) und ein FBI Agent aus den Staaten (David Morse) übernehmen einen mysteriösen Fall, der Fragen aufwirft. Dabei kommen chinesische Folklore wie auch Motive des Serienkillers – und Psychothrillers vor. Gute Mischung – mögliche übernatürliche Elemente (die chinesische Mythologie und/oder Religionen betreffend) passten auch perfekt dazu und die Stimmung des Filmes ist düster und nihilistisch.

Der Inhalt ist spannend, die Bilder aus Taiwan machen Lust, dort erneut in den Urlaub zu gehen (siehe meinen Taiwan Blog) und auch die Darsteller haben allesamt gepasst und starke Leistungen abgeliefert – vor allem Tony Leung Ka-Fai (Tai Chi Hero, Dragon Inn, To Live and Die in Tsimshatsui) denn ich ansonsten nicht sehr mag. Hier macht er aber alles richtig und zeigt, dass er ein ausgezeichneter Darsteller ist, auch wenn die Figuren und ihre Schicksale ein wenig aus der Klischeekiste gegriffen wurden.

Der Film, der in HK die CAT. III Freigabe erhalten hat (lasst euch überraschen: der Film hat dies, in einer Szene, die unerwartet endet, absolut verdient und bietet dort einige hervorragende Bluteffekte), kann ich jedem Fan von Filmen à la Sieben und Co. nur empfehlen!

Infos:

O: Shuang Tong

HK, Taiwan 2002

R: Chen Kuo-Fu

D: Tony Leung Ka-Fai, David Morse, René Liu, Leon Dai

Laufzeit der HK DVD: Ca 113 Min.

Gesehen am: 23.08.18

Fassungen: Mir lag die Code drei DVD aus HK von Columbia vor = CAT. III Freigabe, Unrated und R-Rated Fassung an Bord, O-Ton (Mandarin/Englisch mit englischen Subs), sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist nur die zensierte R-Rated Fassung erschienen (ca. drei Min. kürzer als die Unrated). Fehlt Handlung aber vor allem Gewalt.