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Sonntag, 10. April 2022

A Nightmare on Elm Street Review

A Nightmare on Elm Street

Story:

 

Die Teens der Elm Street werden in ihren Träumen zum Opfer von Freddy (Jackie Earle Haley), der sich damit an den Eltern der Teens rächt, die für seinen Tod verantwortlich sind. Nancy (Rooney Mara) und ihr Freund versuchen Freddy aufzuhalten…

 

Meine Meinung:

 

A Nightmare on Elm Street ist bereits 12 Jahre alt und wurde von mir ignoriert. Zurecht, wie ich nun, nach einer Netflix-Sichtung behaupten kann. A Nightmare on Elm Street ist eines der schlechtesten modernen Remakes und überbietet sogar noch die Remakes zu Filmen wie Blutgericht in Texas oder Friday the 13th. A Nightmare on Elm Street stellt ein Remake zum 1984er Original von Wes Craven dar.

 

Zum Remake von A Nightmare on Elm Street lässt sich kein gutes Wort sagen. Der Plot ist dem Original ähnlich und in einzelnen Szenen 1:1 nachempfunden. Eine Spannung kommt zu keiner Sekunde auf. Leider auch keine Stimmung. Es wird null Grusel, Atmosphäre oder Stimmung aufgebaut. Alles plätschert desinteressiert, sauber, lieblos und steril vor sich her.

 

Es gibt nur wenige Kills und der Film ist relativ unblutig. Wo das Original unheimlich, düster und Freddy böse war, verkommt das Remake zu einem harmlosen Ärgernis. Jackie Earle Haley als Freddy hat nun mal keine Chance gegen die Qualität und das Charisma eines Robert Englunds. Zudem ist die Stimme von Jackie Earle Haley schlecht. So will ich einen Freddy gar nicht hören. Noch schlechter sind auch sein Make-Up und einige unschöne CGI-Szenen. Enttäuschend ist auch die Wahl der Musik ausgefallen.

 

Die Figuren sind allesamt total uninteressant, 08/15, sehen viel älter aus als Teens und bieten weder Charisma noch Sympathien. Das Schicksal der Figuren ist einem total egal. Zudem ist das Schauspiel nicht wirklich toll. Man nahm viele unbekannte Jung-Darsteller, die damit sicherlich keine Türen zu grösseren Erfolgen aufgestossen haben dürften. Das Remake war für New Line ein Flop und kam sowohl bei Kritik und Fans, nicht gut an. Karma!

 

Fazit: Den schlechtesten Freddy, den es je gab! Schlechtes und total unnötiges Remake, das sich überhaupt nicht lohnt!

 

Infos:

 

O: A Nightmare on Elm Street

 

USA 2010

 

R: Samuel Bayer

 

D: Jackie Earle Haley, Kyle Gallner, Rooney Mara, Katie Cassidy, Thomas Dekker, Kellan Lutz, Clancy Brown

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: 25.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz im O-Ton mit englischen Subs, Uncut und in einer sehr guten Bild- und Tonqualität. Gibt es in D auch auf DVD oder Blu-Ray (Warner).

Kill Bill: Vol. 1



Kill Bill: Vol. 1

Story:

 

Bei ihrer Hochzeit wird die Braut (Uma Thurman) und ihre Gäste von einem Killerkommando getötet. Doch die Braut überlebt und sinnt auf Rache an den Tätern (Michael Madsen, Daryl Hannah, Lucy Liu, Vivica A. Fox), dessen Boss (David Carradine) und dessen Helfern (Julie Dreyfus, Chiaki Kuriyama, Gordon Liu)…

 

Meine Meinung:

 

Kill Bill: Vol. 1 fand ich schon damals bei der Premiere und Veröffentlichung zwiespältig. Obwohl stark gemacht sprang der Funke nie rüber und der Film sagte mir nicht wirklich zu. Zudem weiss ich gar nicht mehr, ob ich die Filme im Kino oder auf DVD sah (mein Bruder hatte die Importe aus Japan mit den härteren Fassungen).

 

Kill Bill: Vol. 1 war der dazumal vierte Film von Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood, The Hateful 8) und eine Liebeserklärung ans Kino aus Japan und Hong Kong. Es werden unheimlich viele Filme zitiert: Thriller – A Cruel Picture (die einäugige Daryl Hannah), Racheplot (allgemein ein gern gesehenes Motiv im Kino aus Japan oder Hong Kong), King Boxer (Auge mit dem Finger ausstechen), Name Hattori Hanzō (japanische Geschichte und Name der durch Sonny Chiba gespielten Figur), Shaw Brothers (Vorspann und Gordon Liu), Lone Wolf and Cub (Blutfontänen), japanische Animes (die Sequenz, in welcher Lucy Lius Werdegang aufgezeigt wird), The Flying Guillotine / Master of the Flying Guillotine (die Waffe von Gogo), Meister-Schüler-Motive (auch bekannt aus dem HK-Kino), Lady Snowblood (Finale im Schnee, Musik-Stück), Game of Death (Uma Thurman trägt Anzug à la Bruce Lee), Battles Without Honor or Humanity (Musik und Nennung von Kinji Fukasaku im Abspann)

 

Nebst oben genannten Zitaten hatte ich am meisten Freude am coolen Soundtrack des Filmes. Die Musik passt oft wunderbar zum Film und längeren Szenen. Teilweise macht es Szenen besser und diese wirken durch die passende Musik episch. Schön fand ich, dass Legenden wie Charles Bronson (Ein stahlharter Mann), Chang Cheh (Five Element Ninjas), Lo Lieh (Clan of the White Lotus), Kinji Fukasaku (Street Mobster) oder Shintarō Katsu (Hanzo the Razor: The Sword of Justice) im Abspann erwähnt werden (unter «and R.I.P.»). Sehr schöne Huldigung an diese Macher! Abgesehen davon fand ich Kill Bill: Vol. 1 zwar etwas besser als früher, aber noch immer sprang bei mir der Funke nicht rüber.

 

Das lag daran, dass ich die Action-Szenen schwach fand. Namen wie Gordon Liu, Sonny Chiba oder Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher), letzterer als Choreograph, werden verschenkt. Die Action ist nichts Besonderes, sieht man Mal von einigen blutigen Effekten der KNB-FX Group ab. Die gezeichnete Anime-Sequenz fand ich höllisch schwach, mies und unschön animiert. Einige der Hauptfiguren, namentlich Uma Thurman oder Vivica A. Fox, konnten mich nur wenig überzeugen. Die spannenderen Figuren und Attentäter (David Carradine, Michael Madsen, Daryl Hannah) kommen erst in Vol. 2 richtig zur Geltung. Immerhin hatte ich an den Nebenfiguren Freude: Chiaki Kuriyama (Battle Royale, Azumi 2, Exte: Hair Extensions), Sonny Chiba (The Street Fighter), Jun Kunimura (Ichi the Killer), Gordon Liu (Martial Club) oder Michael Parks (Nightmare Beach).

 

Ich fühlte mich zwar im Grossen und Ganzen gut unterhalten und einige Sequenzen waren sehr toll (die Szenen im Finale in Japan, das Ende im Schnee, die Krankenhaus-Szenen, Tatort-Szene mit dem Sheriff und dessen Sohn etc.), aber dennoch stellt Kill Bill: Vol. 1 keinen Film für meine Sammlung dar. Dazu ist der Film für mich persönlich zu gehypt und/oder schaue ich mir gleich lieber die zitierten Klassiker aus Japan und Hong Kong an, wo auch die Action-Szenen toll anzusehen sind!

 

Gefolgt von: Kill Bill: Vol. 2

 

Infos:

 

O: Kill Bill: Vol. 1

 

USA 2003

 

R: Quentin Tarantino

 

D: Uma Thurman, David Carradine, Michael Madsen, Daryl Hannah, Lucy Liu, Vivica A. Fox, Julie Dreyfus, Chiaki Kuriyama, Gordon Liu, Sonny Chiba, Jun Kunimura, Michael Parks

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 111 Min.

 

Neusichtung am: 21.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz = Zensierte reguläre US-Kinofassung, O-Ton, deutsche Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland Uncut auf DVD oder Blu-Ray. In Japan ist eine veränderte Fassung erschienen, die im blutigen Finale in Farbe statt s/w zu sehen ist. Dazu sind einzelne Gewaltszenen länger oder Uncut, welche in der US-Fassung fehlen. Diese Fassung gibt es bisher nur auf DVD und nur in Japan (Stand: Feb. 2022). Leider wird Kill Bill: Vol. 2 auf Netflix Schweiz nicht angeboten!

Raging Fire Review


Raging Fire

Story:

 

Ex-Cops (u.a. Nicholas Tse) werden aus dem Gefängnis entlassen und planen Rache an dem Cop (Donnie Yen), der sie vor Gericht schwer belastet und ins Gefängnis gebracht hat…

 

Meine Meinung:

 

Raging Fire ist der letzte Film von Benny Chan (Rob-B-Hood, Magic Crane) vor dessen unerwartetem, zu frühen Tod und eine weitere Zusammenarbeit zwischen Donnie Yen (Legend of the Wolf, Wu Xia, Enter the Fat Dragon) und Nicholas Tse (Dragon Tiger Gate). Raging Fire hätte ich mir am Zürich Film Festival 2021 angesehen. Ticket war bereits gekauft, ehe ich an Corona erkrankte und dank Isolation die Vorstellung verpasste.

 

Inzwischen las und hörte ich viel zum Film. Die Erwartungen an den Film waren nicht speziell hoch. Raging Fire kann gut einmal geschaut werden, aber der grosse Wurf ist der Film nicht. Vor allem für Freunde des Ende 80er & Anfang 90er Jahre Hong Kong Kinos nicht. Der Film wirkt mehr wie ein 08/15 Hollywood-Film statt ein HK-Actionfilm.

 

Zwar ist der Film weniger dramatisch, kitschig und nervend als z.B. Sha Po Lang oder Special ID, aber mein Filmgeschmack hat sich diesbezüglich auch verändert. Ich bin, vor allem mit neueren HK-Filmen, strenger geworden. Früher hätte ich Raging Fire besser bewertet, zumal er in einigen Punkten, wie oben erwähnt, weniger nervend und dramatisch ist.

 

Dennoch musste ich auch hier in zwei Szenen spulen, da zu dramatisch. Allgemein gibt es unwichtige Längen und Sequenzen, die man auch hätte opfern können. Der Plot gibt eigentlich nicht viel her und die Erzählweise mit den ewigen Rückblenden ist doof. Zudem ist der Wandel von Brillenträger Nicholas Tse zum Psycho Nicholas Tse unglaubwürdig, sein Overacting kratzt an Rade der Lächerlichkeit (wie auch sein Tod und die davor gezeigten Flashbacks – spulte ich das zweite Mal).

 

Der Versuch Heroic-Bloodshed Bruderschaft Emotionen auf die Leinwand zu bringen, ist misslungen, da Nicholas Tse Figur von Anfang an als Bösewicht präsentiert wird. Daher hätte es auch diese Flashbacks im Finale nicht gebraucht, da null Emotion. Nicholas Tse als «Guter» ist eben nur in paar wenigen Rückblenden zu sehen. Donnie Yen selbst macht eine anständige Figur. Auch im Finalkampf macht er einen guten Job.

 

Leider bietet der Film nur zwei gute Action-Szenen. Aber keine sehr gute. Der Rest der Action-Sequenzen ist reiner Durchschnitt, Potenzialverschwendung (Ken Los Rolle) und/oder billig, peinlich und unfreiwillig komisch (wie Nicholas Tse die Pistole beim Abfeuern hält, CGI Effekte, wie Donnie Yen das Kind rettet, die ganze Auto- Motorradszenen). Da kam schon fast Jackie Chan Stimmung auf (miese CGI Effekte in dessen neuen Filmen).

 

Gut war lediglich der Endkampf (wenn auch ein müder Donnie Yen Vs. Wong Jing Abklatsch) und die Action-Szenen mit Ben Lam plus nachfolgende Szenen. Einzig hier kam, gerade durch die Stunts, etwas Old-School Stimmung auf (plus Flash Point). Schade, dass Ben Lam (The Romance of the Vampires) nicht im Kampf besiegt wird. Auf der positiven Seite gabs paar coole Aufnahmen aus Hong Kong, der Film sieht ansonsten schick aus und technisch ist die US-Blu Ray hervorragend. Simon Yam (Full Contact) und Ray Lui (Hunting List) nicht erkannt…

 

Fazit: Gefiel mir zu wenig, um den Film in die Sammlung aufzunehmen. Donnie Yen Fans können dennoch einen Blick riskieren...

 

Infos:

 

O: Nou Fo

 

HK 2021

 

R: Benny Chan

 

D: Donnie Yen, Nicholas Tse, Henry Prince Mak, Yu Kang, Tony Wu Tsz-Tung, Kit Cheung Man-Kit, Ben Lam, Ken Lo, Ray Lui, Simon Yam

 

Laufzeit der US-Blu: Ca. 127 Min.

 

Gesehen am: 18.02.22

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Well Go USA vor = O-Ton, englische Subs, Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Koch Films zu haben (DVD, Blu-Ray).