Dieses Blog durchsuchen

Donnerstag, 21. November 2024

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

- Vorbericht

- 1. Tag

- 2. Tag

- 3. Tag

- 4. Tag

- 5. Tag & Fazit 


Restaurant Berichte

- Restaurant Besuch (Trattoria Rotes Haus Brugg)


Reviews

- Dark Match

- Unspeakable: Beyond the Wall of Sleep

- The Surfer

- Monkey's Magic Merry Go Round

- Bloody Axe Wound

- The Black Hole

- Above the Knee

- 1978

- Pater Noster and the Mission of Light

- Commando Ninja 2: Invasion America

- Peter Pan's Neverland Nightmare

- Vampire Zombies... From Space!

OSS 117 - Liebesgrüsse aus Afrika

OSS 117 - Liebesgrüsse aus Afrika

Story:

Frankreich 1981:

Geheimagent OSS 117 (Jean Dujardin) wird nach Afrika geschickt, um den Verbleib des verschwunden Geheimagenten OSS 1001 (Pierre Niney) zu untersuchen…

Meine Meinung:

Der dritte OSS 117 Film mit Jean Dujardin war leider eine grosse Enttäuschung. Schon damals, als der Trailer veröffentlicht wurde, war ich aufgrund einzelner Szenen skeptisch. Dass mir der Film jedoch so missfallen würde, hätte ich nicht gedacht. Der Film kommt, obwohl ich OSS 117 – Der Spion, der sich liebte und OSS 117: Rio ne répond plus sehr mochte, nicht in die Sammlung (Blu-Ray wurde nach Deutschland verkauft). Schade!

Qualitativ fällt der Film stark ab. Die Action-Momente sind nichts Besonderes, der Humor mehrheitlich plump, unlustig und zum Fremdschämen (die Szene mit den Löwen z.B.). Auch einige digitale Greenscreen Hintergründe sehen einfach furchtbar unecht aus. Die CGI-Effekte sind allgemein super schlecht. Es gibt viele miese CGI-Tiere im Film (Schlangen, Löwe, Krokodil, Leopard). Schlecht getrickst. Sieht einfach nicht gut aus.

Der Hauptgrund, warum mir der Film jedoch nicht gefiel war der, wie sich gegen Ende herausstellt, total unnötige Sub-Plot mit Serge. Dem Agenten OSS 1001. Der Film hätte genau so gut ohne ihn und diesen Handlungsstrang funktioniert. Die Konkurrenz und Missgunst, die durch Serge für OSS 117 entstehen, hätte man zugunsten einem besseren und böseren Humor ersetzen können. Die Afrikaner werden für meinen Geschmack nämlich viel zu wenig durch den Kakao gezogen. Schade. Natürlich gibt es paar nette Seitenhiebe, aber nur am Rande.

Fazit: Enttäuschend!

Infos:

O: OSS 117: Alerte rouge en Afrique noire

Frankreich 2021

R: Nicolas Bedos

D: Jean Dujardin, Pierre Niney, Fatou N'Diaye, Habib Dembélé, Wladimir Yordanoff, Natacha Lindinger, Gilles Cohen, Ivan Franek

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 115:46 Min.

Gesehen am: 02.10.24

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Koch Films vor = Uncut, Deutsch/Franz. Mit deutschen Subs, Uncut, Wendecover, hervorragende Bild- und Tonqualität.

Mittwoch, 20. November 2024

Das Smartphone

Das Smartphone

Inhalt:

"Von einem Tag auf den anderen ändert sich das Leben der Studentin Paula. Der Besitzer des Handyshops, in dem sie ein gebrauchtes Smartphone gekauft hat, wird ermordet. Paulas Leben steht plötzlich kopf, sie verliert ihren Job, wird von der Polizei verdächtigt. Dann taucht ein Mann auf, der dem Mordopfer sehr ähnlich sieht, sein Zwillingsbruder! Er bietet Paula an, alles aufzuklären, wenn sie ihm hilft. Aber kann sie dem Fremden vertrauen? Und was hat das alles mit ihrem Smartphone zu tun?"

Meine Meinung:

Das Smartphone bekam ich von meinem Vater, als wir im Okt. zu meinem Geburtstag essen gingen (siehe Bericht), geschenkt. Mein Vater hat mir hin und wieder zu Geburtstagen (oder Weihnachten) Romane geschenkt. Ich erinnere mich da an Titel wie Im Kabinett des Todes, Wolfsmond - Der Dunkle Turm Band 5 oder Später. Als ich den Titel sah, "Das Smartphone", hatte ich bereits Vorurteile. Ich dachte zuerst, es sei ein Plot à la Ringu, nur statt mit einer Videokassette mit einem Smartphone. Auch wenn die Inhaltsangabe etwas anderes versprach. Ich hatte, ehrlich gesagt, nicht hohe Erwartungen.

Und nun habe ich den Roman innerhalb von 2-3 Tagen durchgelesen. Ich fand Das Smartphone besser als erwartet. Der Thriller des mir unbekannten Autors Marc Meller bot eine Story, die fesselte. Es geht vor allem um Themen wie künstliche Intelligenz, Verschwörungstheorien und Profi-Killer. Studentin Paula und ihr Umfeld geraten, sagen wir Mal, unfreiwillig in die Sache. Und lange ist unklar, ob einige Story-Elemente wirklich so passiert sind, oder eben wirklich Fake News sind und/oder einige der Figuren «nur» in ihrer «Bubble» leben.  Dabei trifft der Roman, gerade zu Zeiten mit Verschwörungstheorien und Social Media, gekonnt den Nerv der Zeit.

Der Roman ist flott zu lesen und gut beschrieben. Ich mochte die meisten Figuren, vor allem Paula, die «Bösen» oder die «falschen Polizisten». Der Nerd hingegen wirkt etwas klischeehaft. Die medizinischen Fakten sind aber authentisch. Ich arbeite in der Pflege, so waren mir einige Krankheitsbilder oder auch im Roman vorkommende Medikamente (Seroquel) nicht unbekannt. Das Gefühl, nirgendwo mehr sicher zu sein, kommt gut zur Geltung. Ebenso die Paranoia von Paula. Wer gehört zu den Bösen? Welche Hebel können sie in Bewegung setzen, um ihr Leben zu zerstören? Der Inhalt regt zum Denken an, auch mit dem Thema künstliche Intelligenz, welches hier quasi die Motivation der ganzen (Straf)taten und negativen Folgen darstellt. Als Leser ist eine Spannung bis zum Ende gegeben.

Fazit: Lohnt sich!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Lübbe

Anzahl Seiten: 347 Seiten

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Marc Meller

Erschienen: 2024