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Sonntag, 8. November 2020

Crystal Fist Review

Crystal Fist

Story:

Ah Wen (Billy Chong) wird von einem Koch und Kung-Fu Meister (Simon Yuen) in Sachen Kung Fu ausgebildet, damit er sich bei den Bösewichten und Mördern (Chu Tit-Wo, Addy Sung Gam-Loi) seines Vaters (Hau Chiu-Sing) rächen kann…

Meine Meinung:

Nach den Jackie Chan und Yuen Woo-Ping Erfolgen Snake in the Eagle's Shadow und Drunken Master kamen unzählig Nachzügler auf den Markt. Einer davon war Crystal Fist mit dem Indonesier Billy Chong (A Fist Full of Talons) und Snake in the Eagle's Shadow Star Simon Yuen (Iron Bridge Kung-Fu).

Zusammen mit dem Film Sun Dragon im gleichen Jahr gelang Billy Chong damit der Durchbruch, auch wenn er, warum auch immer, später nur in wenig Filmen mitwirken sollte, was einer Potenzialverschwendung gleichkommt. Wer Old School Kung Fu Komödien à la Snake in the Eagle's Shadow mag, macht auch mit Crystal Fist alles richtig.

Der Film als ganzes ist solide, aber halt auch nichts Überraschendes, wenn man schon zig Jackie Chan Ableger gesehen hat. Der Humor ist typisch und der Klamauk nervte. Der Soundtrack teilweise auch. Schade, dass das ganze nicht etwas ernster und z.B. mit Italo-Western Mucke unterlegt wurde.

Für die Actionszenen (Kampf- und Trainingsszenen) und Choreographie zeichnete sich u.a. der Yuen Clan zuständig (z.B. Corey Yuen). Dabei sind die Szenen jedoch nichts Besonders mit Ausnahme den Szenen im Vorspann und dem Finalkampf. Das ist etwas schade. Die Kampfszenen zuvor sind okay und alles andere als schlecht, aber hauen nicht vom Hocker.

Billy Chong selbst macht eine gute Figur. Hat Charisma und wirkt sympathisch. Simon Yuen ist Simon Yuen und Chu Tit-Wo ist bemüht, einen fiesen Endgegner abzugeben. Der Finalkampf rockt dann auch. Freude hatte ich an Addy Sung Gam-Loi (Enter the Dragon) in einer grossen Nebenrolle als rechte Hand der Oberbosses. Er spielt einen blinden Kämpfer, der nur zusammen mit seinem Partner als Duo kämpft.

Fazit: Sehr solide und jedem Old School Kung-Fu-Film Fan zu empfehlen, wenn auch kein Kracher.

Infos:

O: Kei Chiu

HK 1979

R: Hua Shan

D: Billy Chong, Simon Yuen, Chu Tit-Wo, Addy Sung Gam-Loi, Hau Chiu-Sing

Laufzeit der kanadischen VHS: 88:42 Min.

Gesehen am: 31.07.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Kanada von Orchids International Inc. vor = gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Es scheint den Film bisher nicht auf DVD oder Blu-Ray zu geben (Stand: Juli 2020). In Deutschland ist der Film nur zensiert auf VHS zu bekommen. Titel: Knochenbrecher halt die Ohren steif. Die Fassungen aus D laufen fast zehn Minuten kürzer als das VHS aus Kanada. Dafür wären die VHS aus D in Widescreen…

Devil Returns Review

Devil Returns

Story:

Die Lehrerin Shen (Emily Chang Ying-Chen) wird von einem Stalker verprügelt und vergewaltigt. Dieser wird später von der Polizei exekutiert. Kurz daraufhin erfährt Shen, dass sie schwanger ist. Zur Freude ihres Freundes Lo (Alan Tam). Doch Shen weiss, dass das Baby nicht von Lo sondern vom Killer ist und das mit dem Baby etwas nicht stimmt. Doch alle Versuche, es abzutreiben, scheitern. So nimmt das Unheil nach der Geburt seinen weiteren Verlauf…

Meine Meinung:

Ich wurde nur dank Facebook und einem User auf den taiwanesischen Slasher Devil Returns aufmerksam. Ich denke, das Cover und Titel schon zuvor einmal gesehen zu haben aber dem Film keine Beachtung geschenkt zu haben, da mit einem anderen Film mit ähnlichem Titel verwechselt. Zum Glück habe ich nun nachgeforscht und fand einen seltenen Slasher und Halloween Verschnitt aus Taiwan, dem es wohl lohnen würde, nachzujagen.

Zudem war ich auf sicherer Seite: würde mir der Film nicht gefallen, wäre ein Sammler aus London bereit, mir den Film zu den Kosten, die ich aufbrachten musste, um ihn zu bekommen, abzukaufen. Also eine Win Win Situation. Der Film hat mir jedoch zum Glück gefallen. Der Film ist ein Mix aus Halloween, Das Omen, Friday the 13th und The Boogey Man.

In anderen Szenen fühlte ich mich an Filme wie Scream, Child’s Play oder It’s Alive erinnert. Der Mix machts, auch wenn am meisten aus Halloween geklaut wurde (praktisch ganze Seite B der LD plus viele 1:1 Szenen aus dem John Carpenter Klassiker übernommen). Das ist schon cool – zumindest für mich als Slasher-Fan. Dazu kommt geklaute Musik aus Das Omen, Der Exorzist, Die Schlange im Schatten des Adlers und Halloween (leider nicht das bekannte Theme).

Trotz geklauten Szenen gibt es asiatisch-typische Szenen (Exorzismus, Besessenheit etc.) so dass der Film in einzelnen Szenen genug Eigenständigkeit aufweist, um HK bzw. TW-Filmfans zu gefallen. Ich mochte auch die Tatsache, dass der Film westlich und ohne gewollte Komik und Klamauk in Szene gesetzt wurde.

Besonders 80er Jahre Slasher-Fans werden auf ihre Kosten kommen, auch wenn Übernatürliche Elemente vorkommen. Die Darsteller haben ihre Sache ordentlich gemacht. Richard Chen (Kill for Love), der schon oft mit Alan Tam (Pantyhose Hero) zusammengearbeitet hat, hat den Film solide inszeniert. Alan Tam spielte später noch in weiteren Slasher aus Taiwan mit (Exposed to Danger). Die Nebenfiguren agieren gut und glaubhaft. Stark fand ich die mir unbekannte Emily Chang Ying-Chen (The Nude Body Case in Tokyo).

Der Film hat keinen grossen Bodycount, die wenigen Kills sind aber kreativ, hart und blutig geraten.

Fazit: Für (asiatische) Slasher Fans Pflichtprogramm!  

Infos:

O: Jing hun feng yu ye

Taiwan 1982

R: Richard Chen Yao-Chi

D: Joan Lin Feng-Chiao, Alan Tam Wing-Lun, Emily Chang Ying-Chen, Chen Hui-Lou

Laufzeit der HK-LD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 30.07.20

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Ocean Shores vor. Diese ist selten und andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2020). Die LD habe ich direkt in HK kaufen lassen und dafür war der Preis verhältnismässig teuer (120 oder 150 USD, weiss es nicht mehr genau).