Dieses Blog durchsuchen

Sonntag, 25. November 2018

Violent Professionals Review

 
Violent Professionals

Story:

Nachdem sein Chef einem Attentat zum Opfer fällt, beginnt Polizist Caneparo (Luc Merenda) auf eigene Faust zu ermitteln. Er kämpft sich als Undercover-Agent in eine Gangsterbande hinein, um am Ende den dicken Fisch an der Angel zu schnappen…

Meine Meinung:

Der in Deutschland bisher unveröffentlichte Violent Professionals ist für Fans des Ital. Polizei- und Gangsterfilmes nur zu empfehlen! Nicht das ganz grosse Highlight wie Die Rache des Paten, Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Tote Zeugen singen nicht, Das Syndikat des Grauens, Weapons of Death, Special Cop in Action, Der Teufel führt Regie, Der Berserker oder Milano Kaliber 9 aber andere Titel wie Orgie des Todes, Die wilde Meute, Die Klette, Dealer Connection – Die Strasse des Heroins, Tote pflastern seinen Weg, The New Godfathers, Auge um Auge oder The Day of Violence hinter sich lassend!

Der Film bietet alles (Faustkämpfe, coole Sprüche, lange Autoverfolgungsjagden und Crashs/Stunts, blutige Shoot-Outs und politisch unkorrekte Szenen), was man von dem Genre erwarten kann. Der Film ist sehr klassisch und gradlinig erzählt – das ist vielleicht das kleinste Manko am Film – Überraschungen gibt es nicht und man hat zu keiner Sekunde Angst um unseren Undercover-Cop, der mehr als souverän von Luc Merenda (Policeman Luc Merenda) gespielt wird. Ansonsten sind keine (mir zumindest nicht) bekannten Namen dabei ausser natürlich Regisseur Sergio Martino (2019: After the Fall of New York, Hands of Steel, Die Farben der Nacht). Der Soundtrack war gut, aber wird nicht besonders lange in Erinnerung bleiben. Da sind andere Stücke aus anderen Poliziotteschi deutlich besser klingend.

Fazit: Sehr unterhaltsam, sehr zu empfehlen! Pflichtprogramm für jeden Poliziotteschi Fan!

Infos:

O: Milano trema: la polizia vuole giustizia

Italien 1973

R: Sergio Martino

D: Luc Merenda, Richard Conte, Silvano Tranquilli, Carlo Alighiero, Martine Brochard, Luciano Bartoli

Laufzeit der Ital. DVD: 98:19 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Mir lag die Ital. DVD von Alan Young Pictures vor = Uncut, gute Bildqualität, Ital./Englisch (zwei Szenen haben gar keinen Ton, nur in der englischen Sprachfassung), Ital. Subs. Die neue US Blu-Ray von Code Red / Kino Lorber hat Ital. / Englisch Ton mit englischen Subs und dürfte die bis dato beste Fassung weltweit sein. In Deutschland ist Violent Professionals bisher nicht erschienen (Stand: Aug. 2018). Nachtrag 16.05.23: Für eine 2. Sichtung lag mir die Region All UK-Blu-Ray von 88 Films vor. Schuber, Wendecover, Englisch/Ital. mit englischen Subs, Uncut, viele exklusive Extras. Von der Bildqualität her war ich jedoch sehr enttäuscht, da meiner Meinung nach viel zu dunkel. Leider eine Unsitte, die viele neue Blu-Ray Restaurationen betrifft. Da überlege ich sogar, mir als Alternative doch noch die ältere US-Blu-Ray von Code Red / Kino Lorber in die Sammlung zu stellen. Vielleicht ist diese heller...

Trivisa

Trivisa

Story:

1997, Hong Kong im Jahr der Zurückgabe an China:

Drei Gangster (Gordon Lam Ka-Tung, Jordan Chan Siu-Chun, Richie Ren Xian-Qi), die sich zuvor noch nie gesehen haben, sehen sich durch Lebensumstände und Veränderungen neuen Herausforderungen ausgesetzt, die es zu beseitigen gilt. Bald schon machen Gerüchte die Runde, dass das Trio zusammen in Hong Kong einen grossen Coup planen soll. Ob dies der Wahrheit entspricht?

Meine Meinung:

Trivisa, der beste HK Film aus dem Jahre 2017 (gewann an den Hong Kong Film Awards den Preis für den besten Film – wobei das bei Titeln wie z.B. The Mermaid, der auch nominiert war, keine Kunst ist), hat mir nur mässig gefallen. Trivisa ist kein schlechter Film aber hat mir nicht so gut gefallen, als ob ich mir den Film erneut ansehen würde. Für eine einmalige Sichtung war der Film okay.

Ich halte den Film, der unter anderem auch in Zürich (Filmfest) oder der Berlinale lief, für überschätz und überbewertet. Liegt vielleicht auch daran, dass der Film in China verboten wurde und deshalb auch Schlagzeilen machte. Der Film, dessen Figuren auf echten Ereignissen basieren, spielt ja auch im Jahr der Übergabe von Hong Kong nach China und das Bild, welches sich unseren drei Gangstern in den Weg stellt (Lebensumstände, Veränderungen), sind düster. Da kann man den Filmemacher schon «vorwerfen», sozialkritisch gegen das mächtige China gehetzt zu haben. Laut Internetmeldungen soll jedoch einer der drei Jung-Regisseure in China auf einer inoffiziellen Verbotsliste stehen – das würde dann wohl schon mehr erklären.

Warum es bei der Johnnie To Produktion drei Regisseure brauchte, kann man kritisch hinterfragen. Für ein Crime Drama gab es zu viele Längen, zu wenig Action, ein zu kleines Budget (sieht man wunderbar an der einzigen Schiesserei am Ende, sehr billig in Szene gesetzt) und vor allem Jordan Chans Figur und Overacting haben höllisch genervt. Sehr genervt!

Die anderen beiden waren solide, wobei mir Gordon Lam am besten gefallen hat. Lam Suets Auftritt ist nicht der Rede Wert – dass er zum Inventar gehört, sobald man sich in einem Film (egal ob Regie oder als Produzent fungierte) von Johnnie To befindet, versteht sich von selbst. Am Gastauftritt von Tommy Wong Kwong-Leung hatte ich hingegen sehr Freude. Schade, dass es nicht noch mehr Gaststars zu sehen gab. Die Bilder aus HK fand ich schön – da werden Erinnerungen an vergangenen Urlaube und an das alte HK Kino wach.

Mehr Action, ein höheres Budget und ein anderer Darsteller statt Jordan Chan hätten Trivisa, der mit einem sehr geilen Ende aufwartet, deutlich besser dastehen lassen als er es jetzt tut.

Fazit: Nur bedingt zu empfehlen!

Infos:

O: Chu Tai Chiu Fung

HK 2016

R: Jevons Au, Frank Hui, Vicky Wong

D: Gordon Lam Ka-Tung, Jordan Chan Siu-Chun, Richie Ren Xian-Qi

Laufzeit der HK DVD: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Mir lag die HK DVD von Panorama vor = Schuber, erstklassige Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2018).

Kadaicha Review

Kadaicha

Story:

Einige Jugendliche haben den selben Alptraum. Als sie erwachen, liegt ein Kadaicha Stein auf ihrem Bett. Nach und nach werden jene, die im Besitz eines solchen Steines sind, durch mysteriöse Unfälle und Umstände getötet…

Meine Meinung:

Kadaicha ist ein durchschnittlich bis solider 80er Jahre Teenie-Horror, der inhaltlich nicht viel anders ist, als seine ganzen US-80er Jahre Slasher Kollegen à la Freitag der 13. und Co. Allerdings hat man hier eine übernatürliche Bedrohung eingebaut, so dass die Teens nicht wissen, wie und warum sie sterben (erinnerte fast ein wenig an die Final Destination Reihe). Auf der einen Seite hebt dies den Film ein wenig vom Rest ab, auf der anderen Seite sind die Motive und Hintergründe auch nur ein alter Hut (Friedhof der Kuscheltiere, Last Gasp…).

Man darf also kein Highlight erwarten. Der Film hat auch nicht sonderlich viele Horrorelemente zu bieten und nimmt sich inhaltlich erst Mal Zeit, die Story zu erzählen und dem Zuschauer die Teens, die jedoch erträglicher sind, als ich manch anderem solchen Film, näher zu bringen. Einige der Alptraum-Szenen haben dabei an Filme wie A Nightmare on Elm Street und Co. erinnert.

Was Effekte angehen, gibt es nur wenig zu sehen, wobei die Make-Up Kreationen gut getrickst wurden. Hatte ich Freude, auch wenn ich die in Deutschland zu hohe FSK18 Freigabe nicht gerechtfertigt finde (wobei: wurde damals nicht fast alles ab 18 Jahren freigeben und fast alles zensiert?). Mit der Zeit gewinnt die Story an Fahrt, nach den ersten Todesfällen kristallisieren sich die Hauptfiguren raus und der Film baut eine solide Spannung auf, die er bis zum soliden und effektivem Finale aufrechterhalten kann.

Fazit: Kein Highlight, aber gut schaubar!

Infos:

O: Kadaicha

Australien 1988

R: James Bogle

D: Zoe Carides, Tom Jennings, Eric Oldfield, Natalie McCurry, Fiona Gauntlett

Laufzeit der australischen DVD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: 13.08.18

Fassungen: Lag mir aus australische DVD von Umbrella vor (Double Feature zusammen mit Innocent Prey) = Uncut, durchschnittliches VHS Master (mit einigen Störungen), englischer Ton, keine Subs. In Deutschland bisher nur aus VHS zu haben (Stand: Aug. 2018).