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Dienstag, 23. Oktober 2018

City of the Living Dead Review





Webmaster mit Catriona MacColl am NIFFF 2011 - Horroktober 2018 Spezial

City of the Living Dead

Story:

Medium Mary (Catriona MacColl) wird Zeuge, wie sich ein Priester in einer Kleinstadt namens Dunwich auf dem Friedhof erhängt. Dies hat unangenehme Folgen für die Bewohner von Dunwich: die Toten erheben sich und morden in der Gegend rum. Mary versucht zusammen mit einem Reporter (Christopher George) das Grab des Priesters zu finden, um die Tore zur Hölle wieder schliessen zu können…

Meine Meinung:

City of the Living Dead ist ein Klassiker des Ital. Horror- und Zombiefilms von Kult-Regisseur Lucio Fulci. Man kann zusammen mit The Beyond und Zombi 2 von einer «Zombie Trilogie» sprechen, auch wenn Fulci später noch Zombi 3 (mit Mithilfe von Bruno Mattei) und The House by the Cemetery (Dr. Freudstein geht auch als Zombie durch) gedreht hat.

Die meisten dieser Klassiker habe ich lange nicht mehr gesehen, habe die meisten aber als sehr gut in Erinnerung. City of the Living Dead hat den Test zumindest bestanden und gefällt mir auch heute noch immer sehr gut, auch wenn ich denke, dass ich The Beyond und Zombi 2 noch etwas mehr mögen werde (Tick stimmungsvoller habe ich diese in Erinnerung).

Der Film bietet eine stimmungsvolle, unheimliche und nicht gradlinig erzählte Geschichte, die zuerst zwischen New York und Dunwich (dadurch und die Bilder bekommt der Film Lovecraft Atmosphäre) hin- und herpendelt bevor dann definitiv nach Dunwich gewechselt wird. Der Soundtrack, der mich meist an Dawn of the Dead erinnert hat (Ausser das Theme, welches im Finale gespielt wird) hat mir auch gefallen. Jedoch hätte es mehr Musik geben dürfen – in einigen Szenen so scheint es, ist keine Musik zu hören, was schade ist.

Der Film bietet nebst mystischer Story und stimmungsvollen Bildern prächtige Spezialeffekte, die Kult-Charakter haben. Unvergessen sind Szenen wie jene, in welcher ein Bohrer als Mordwerkzeug eingesetzt wird, in welcher Innereien und Därme (zitiert in The Song of Solomon) herausgewürgt bzw. erbrochen werden, in welcher 10kg von Maden unsere drei Hauptfiguren von Kopf bis Fuss bedecken, in welcher Zombies ihren Opfern mit blossen Händen die Gehirne aus den Schädel reissen oder in welchen Protagonisten lebend begraben werden und immer wieder der erhängte Priester auftaucht, als Schockeffekt bis hin zu sehenswerten Make-Up Zombie- Effekten- und Masken im Finale. Für die wunderbaren Effekte zeichnete sich Gino De Rossi zuständig (war u.a. für die Effekte in Cannibal ferox oder Weapons of Death zuständig).

Nebst Lucio Fulci (Aenigma, Verdammt zu leben – verdammt zu sterben) und Gino De Rossi wartet der Film mit weiteren bekannten Namen aus dem Ital. Kino der damaligen Zeit auf: Catriona MacColl (The Beyond), Giovanni Lombardo Radice (auch Cannibal Ferox), Michele Soavi (The Sect), Janet Agren (Eaten Alive, Policeman Luc Merenda) oder den unverkennbaren Perry Pirkanen (Cannibal Ferox und Cannibal Holocaust).

Fazit: Klassiker des Genres und jedem Horror- Zombie- Ital.- und Lucio Fulci Fan zu empfehlen!

Infos:

O: Paura nella città dei morti viventi

Italien 1980

R: Lucio Fulci

D: Christopher George, Catriona MacColl, Carlo De Mejo, Antonella Interlenghi, Giovanni Lombardo Radice, Michele Soavi, Janet Agren, Perry Pirkanen

Laufzeit der UK Blu-Ray: 92:45 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 23.10.18

Fassungen: Ich habe den Film zu Urzeiten immer auf Englisch geschaut – obwohl es englischsprachige Darsteller gibt, scheint die Englische Synchro auch nur Dubbed zu sein wie die Ital. – wie so oft gibt es bei diesem Ital. Film keinen echten O-Ton. Mir lagen vor: US-DVD von Anchor Bay (Original signiert von Catriona MacColl), die franz. DVD von Neo Publishing (Original signiert von Catriona MacColl) und die DVD aus Japan von JVD (Original signiert von Catriona MacColl). Nun wurde der Film in England von Arrow Video neu veröffentlicht und da erstmalig Ital. Ton mit englischen Subs angeboten wurde, schlug ich zu. Mehr Infos zu der Edition: Schuber, Poster, Karten, 60seitiges Booklet, neues Master (4K), Englisch/Ital. Ton, englische Subs, Unmengen an neuen und exklusiven Extras und die Bildqualität ist hervorragend. Für mich die bis dato beste Fassung zum Film, die mir auch auf Lebzeiten ausreichen wird. Gibt es in Deutschland Uncut und in Deutsch von XT Video auf Blu-Ray.

Montag, 22. Oktober 2018

The Rape After Review

Horroktober 2018 Spezial
The Rape After

Story:

Photograph Mr. Mo (Melvin Wong) hat eine Affäre mit dem Fotomodell Shu (Shrila Chun Wai-Man). In der Liebesnacht wird Shu von einem Dämon, der in einer Statue, die Mo gestohlen hat, vergewaltigt und geschwängert. Mo will von Shu und dem Kind nichts wissen, da er bald seine Freundin Li (Chang Hing-Yue) heiraten möchte. Nach einem Unfall verbrennt und stirbt Shu – nicht ohne Mo zuvor verflucht zu haben. Und schon bald macht sich Unglück im Leben von Mo und seiner Frau Li breit…

Meine Meinung:

The Rape After ist ein starker Horrorfilm aus Hong Kong. Der Film orientiert sich am westlichen Kino was Humorlosigkeit, Ernsthaftigkeit und die düstere Grundstimmung des Filmes angehen. D.h. es gibt hier keinen Genremix, keinen speziellen Humor und HK-Slapstick zu sehen wie das in anderen Filmen aus Hong Kong der Fall ist (z.B. The Untold Story mit Anthony Wong).

Geblieben sind übernatürliche Elemente, Rituale, Priester und Zeremonien – das gehört aber zu Hong Kong dazu – traditionelle Ereignisse treffen auf modernste Technik – wie so oft im asiatischen Raum. Dies zeigt lediglich die Realität.

Es handelt sich nicht um einen «Rape» Streifen. Die Frau schläft, während ein Dämon auf ihr sitzt. Sie bekommt nichts mit und ist schwanger im Glauben, von Melvin Wong beim Sex geschwängert worden zu sein. Man sollte den Film also nicht wegen dem «Rape» im Titel vorverurteilen und falsch kategorisieren. Der chinesische Titel Wort für Wort übersetzt würde auch heissen: Unanständiger Samen.

Der Film, der an HK-Horrorfilme wie The Imp oder The Accident erinnert, hatte ich schon immer gut in Erinnerung. Aber meine Erwartungen wurden beim neuerlichen Sichten übertroffen – vor allem was die Anzahl Effekte und stimmungsvollen Bilder angehen, hatte ich The Rape After nicht so sehenswert in Erinnerung. Der schlägt, was Horrorparts, Effekte und Stimmung angehen, The Accident und The Imp bei weitem.

Der Geschichte kann man gut folgen. Man nimmt sich Zeit, die Figuren einzuführen – Melvin Wong als Photograph, Shu als Fotomodell und Li als Melvin Wongs zukünftige Frau. Der Film ist sehr stimmungsvoll und zu keiner Sekunde langweilig. Man muss ein wenig warten, bis sich der Fluch entwickelt – danach geht es Schlag auf Schlag und stimmungsvoller Horror ist durchgehend zu sehen.

Die letzten 40 Minuten (= Disc zwei der VCD) sind durchgehender stimmungsvoller Dauerhorror inklusive effektiver Make-Up Effekte vom Anfang bis zum Schluss. Praktisch 95% dieser 40 Minuten spielen in der Nacht, im Nebel, in gruseligen Settings und bieten schaurig schöne Horrormomente, in denen Nebelschwaden, Zombies, Krähen und Priester, die vom Oberzombie-Dämon niedergemetzelt werden, zu sehen sind.

Dabei gibt es schon zuvor tolle Make-Up Kreationen zu sehen – erwähnt werden sollen hier die Szene in der versucht wird, das Baby abzutreiben (was dem Arzt nicht gut bekommt), der Tod der Haushälterin (sehr blutig und stimmungsvoll – genau hier würde eine bessere, schärfere und hellere Fassung Sinn machen – die Szene erinnerte mich an Suicide Club), das Auffinden einer verrotteten Leiche im Schrank inklusive Ratte, die sich den Weg aus dem Mund bahnt und die Obduktions-Szene (was Effekte angehen wohl das Highlight des Filmes inklusive Hommage an Das Ding aus einer anderen Welt) wobei letztere ein echter Leckerbissen geworden ist.

Was die Darsteller angehen kenne ich nur einen – aussergewöhnlich, obwohl ich ein grosser Freund des HK-Kinos bin. Melvin Wong, den ich hier jedoch kaum wiedererkenne, spielt den Fotographen. Er hat in unzähligen Filmen mitgespielt. Viele kenne und habe ich. Unvergessen sind seine Auftritte in In the Line of Duty III (Cameo Auftritt, in welchem er Sandra Ng Zigarettenasche in die Hand tippt) und Above the Law (Als Bösewicht vs. Cynthia Rothrock und Yuen Biao – einer der besten modernen HK Actionfilme aller Zeiten). Ansonsten hat Melvin Wong oft Nebenrollen gespielt, z.B. als Polizist, Bösewicht oder Vorgesetzter (Midnight Angel, Gun Is Law, Ultracop 2000, From Here to Prosperity, Chinese Cop Out, Armageddon). Aber auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut.

Fazit: Wer Horrorfilme mag, dem sei The Rape After, einer der besten HK-Horrorfilme der 80er Jahre, nur zu empfehlen!

Infos:

O: Yin Zhong

HK 1986

R: Tom Lau Moon-Tong

D: Melvin Wong, Chang Hing-Yue, Shrila Chun Wai-Ma

Laufzeit der HK VCD: 88:53 Min.

Gesehen am: November 2006 / Review überarbeitet am: 22.10.18

Fassungen: Mir lagen HK VCD und VHS von Ocean Shores vor. Das VHS soll zensiert sein, die VCD ist Uncut. O-Ton, englische Subs, durchschnittliche bis solide Bildqualität. Das VHS aus Japan ist auch Uncut, hat aber keine englischen Subs soll aber eine bessere Qualität bieten als die HK VCD. Es gibt keine DVD Fassung, keine deutsche Version und auf Blu-Ray gibt es den Streifen auch nicht (Stand: Okt. 2018). Eine bessere Fassung in Sachen Bildqualität wäre wünschenswert!

Sonntag, 21. Oktober 2018

Düstere Legenden Review

Horroktober 2018 Spezial
Düstere Legenden

Story:

Auf einem Campus einer Universität beginnt eine Mordserie. Schülerin Natalie (Alicia Witt) macht als Vorbild urbane Legenden dafür verantwortlich, doch niemand schenkt ihr Glauben, während der Killer weitermordet…

Meine Meinung:

1996 ebnete Wes Cravens Erfolgs-Hit Scream unzähligen Teenie-Slashern ein Revival – eine neue Welle von Slashern brach hinein und stürmte Jahr ein, Jahr aus, die Kinos. Ich zu der Zeit? Jugendlicher und daran interessiert (plus an bekannten Horrorklassikern wie Freitag der 13., Halloween, A Nightmare on Elm Street, Last House on the Left, Tanz der Teufel, Dawn of the Dead etc.) und schon immer ein Fan des Slasher Genres gewesen. Die alten Klassiker wie Freitag der 13., Halloween, The Burning oder Silent Night, Dealdy Night sagen mir jedoch mehr zu als die neuzeitigen Slasher.

Nach Scream folgten: Scream 2-4 (den vierten Teil kann man vergessen), den hier besprochenen Düstere Legenden inklusive zwei Fortsetzungen (Teil drei kann getrost ignoriert werden), Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast (inklusive zwei Fortsetzungen = Teil drei kann man ignorieren), Sex oder stirb (den es noch immer nur stark zensiert gibt), Schrei, wenn Du kannst (dito), Dich kriegen wir auch noch (à la Die Körperfresser kommen), The Faculty (Dito), Die Killerhand (war eine meiner ersten vier DVDs), Chucky und seine Braut (Teil 4 der Reihe um Chucky – Die Mörderpuppe), Halloween H20 (ziemlicher Schrott), Anatomie (Deutscher Versuch auf den Zug aufzuspringen), Cut (aus Australien – immerhin coole Maske des Killers), Deep in the Woods – Allein mit der Angst (märchenhafter Beitrag aus Frankreich), Final Destination Reihe (Teil eins im Kino war intensiv) oder Halloween Resurrection (noch mehr Schrott als Halloween H20).

Düstere Legenden nach so vielen Jahren Pause wieder zu sehen hat also fast Kindheitserinnerungen-Charakter – und das war ein schönes Plus während dem Schauen, wenn vergessen geratene Dialoge, amüsante Szenen oder originelle Tötungsszenen (vor allem der Dekan) wieder ins Gedächtnis gerufen wurden. Auf der anderen Seite ist der Film heute natürlich bei weitem nicht mehr so gut wie er damals wirkte.

Echte Höhepunkte sind eigentlich rar gesät. Der Film ist sehr harmlos und der Film spielt mit den typischen Slasher-Klischees und bedient sich urbaner Legenden als Inhalt (nicht neu – siehe Candymans Fluch). Technisch und optisch ist der Film ansprechend in Szene gesetzt. Der Beginn hat mir gut gefallen. Das Detail mit den urbanen Legenden auch. High School Settings mag ich ebenso – so auch hier. Zudem kommt, dass die deutsche Sprachfassung gut gelungen ist. Damit wuchs ich auf.

Die Darsteller sind im Grossen und Ganzen gut – auch wenn hier und da etwas Overacting vorhanden ist (Rebecca Gayheart). Tara Reid war noch «normal» was auch für Jared Leto gilt. Danielle Harris, horrorfilmerfahren, ist in einer Nebenrolle als Opfer zu sehen. Weitere Ikonen-Auftritte von Stars: Robert Englund und Brad Dourif. Beide haben in unzähligen Horrorfilmen mitgewirkt: Blutrausch, A Nightmare on Elm Street Reihe (spielt Freddy Krüger), Dead & Buried (sehr stimmungsvoller Horrorfilm), Das Phantom der Oper (spielt natürlich das Phantom), The Mangler (Tobe Hooper Film, Stephen King Verfilmung), Killer Tongue (gab dem Film vor 1-3 Jahren nochmals eine Chance = flog gleich wieder aus der Sammlung), Wishmaster (Cameo), 2001 Maniacs (besser als das Original), Child’s Play (Teil eins von Chucky – Die Mörderpuppe bzw. der ganzen Reihe lieh Brad Dourif Chucky die Stimme), Graveyard Shift (Stephen King Verfilmung um Monsterratte), Der Exorzist 3 (viel besser als Teil zwei), Body Parts (auch hier gibt es leider bis heute keine echte Uncut Fassung), Critters 4 (leider der schlechteste Critters), Trauma (Dario Argento), Alien - Die Wiedergeburt (finde den stark), Halloween 1 und 2 von Rob Zombie.

Leider ist ausgerechnet Alicia Witt als Hauptperson, gerade im Vergleich zu den anderen Teen Figuren, eher blass. Das tut dem Unterhaltungswert aber nicht gross schaden. Den Film kann man gut gucken – anspruchslos – sollte einfach nicht zu viele Erwartungen haben. Richtig spannend ist der Film nicht, die Auflösung ist vorhersehbar und nicht spektakulär. Man sollte sich einfach unterhalten lassen und nicht zu viel vergleichen und erwarten. Ich behalte den Film vorerst, wenn auch knapp, noch in der Sammlung – jedoch wegen Nostalgie-Punkten da ich an meine Jugendzeit erinnert wurde. Hätte Düstere Legenden diesen Bonus nicht, wäre er aus der Sammlung geflogen. Regisseur Jamie Blanks bleib danach im Horrorfilm-Genre stecken: es folgten noch Schrei, wenn Du kannst, Storm Warning (der war gut – australischer Backwood-Film, glaube ist in D sogar verboten worden) und Long Weekend (das Remake – hier kann ich nur das Original empfehlen). Mehr hat Blanks bisher nicht auf die Reihe bekommen…

Fazit: Für Fans der Ende 90er Jahre / Anfang 2000er Slasher Fans zu empfehlen! 

Gefolgt von: Düstere Legenden 2

Infos:

O: Urban Legends

USA, Frankreich 1998

R: Jamie Blanks

D: Alicia Witt, Jared Leto, Rebecca Gayheart, Loretta Devine, Tara Reid, Danielle Harris, Robert Englund

Laufzeit der deutsche DVD: 95:38 Min.

Gesehen am: Erstsichtung während Jugendzeit / Review überarbeitet am: 21.10.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gut geworden. Gäbe es inzwischen auch vom gleichen Label in Deutschland als Blu-Ray (Infos zu Ton und Sprachen identisch).